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Donald Trump ist der mit der unverwechselbaren Frisur, der mit den Schönheitswettbewerben, der mit den Häusern, der mit den Casinos, der mit der Pleite und der mit den (gefühlten) Milliarden.

In seinem Buch erklärt er uns die Welt, wie er sie sieht. Da gibt es viele kluge Ratschläge, die man durchaus übernehmen kann. Angefangen vom Ratschlag, eine fähige Assistentin zu engagieren über den Ratschlag bei der Auswahl von Mitarbeitern die Einstellung höher zu bewerten als das Wissen, weiter über den Ratschlag, immer Klartext zu reden. Weil man dadurch deutlich macht, dass man seiner Sache sicher ist und auch die entsprechenden Ergebnisse bekommt. Das kann bei Donald Trump schon mal dazu führen, dass er Bauherren, die bei ihm anrufen noch vor dem ersten Wort durchs Telefon anbrüllt - irgendetwas hat er immer verbockt und so rückt er schneller damit raus...

Es mag sein, dass viele seiner Tipps wichtig und richtig sind - ob man seine Art, Geschäfte zu machen, mag, muss jeder selbst entscheiden. Ich mag sie eher nicht. Nicht wegen der Größe, sondern wegen der Aufgeblasenheit. So kam es auch nicht ganz überraschend, als im Mai letzten Jahres die Meldung durch die Nachrichten ging, dass Donald Trump überhaupt kein Milliardär sei.

Der Journalist Timothy O'Brien schrieb 2005 ein Buch und bezeichnete Donald Trump "nur" als Millionär (mit etwa 150-250 Mio.). Daraufhin wurde er postwendend von Donald Trump verklagt, der sich in seiner Ehre gekränkt fühlte. Mit dem Ergebnis, dass Trump zur Vorbereitung des Prozesses sein Vermögen aufdecken musste. Da gab es dann ein paar Ungereimtheiten. Zum Beispiel hatte er behauptet, an den "West Side Rail Yards", einen Anteil "von über 50 Prozent" zu halten. Nach den Verträgen gehörten ihm jedoch nur 30 Prozent. Daraufhin Trump: Die 30 Prozent entsprechen "eigentlich mindestens 50 Prozent. Das habe ich immer so gefühlt."

Oder ein Projekt in Hawaii: "Das Gebäude gehört größtenteils mir." In offiziellen Papieren taucht er aber als Besitzer oder Investor gar nicht auf, sondern nur als Lizenzgeber, dessen Name "Trump" gegen eine gewisse Gebühr über dem Eingang prangt. Trump dazu: "Das ist so ein starker Lizenzvertrag, dass man es als eine Art Eigentümerschaft ansehen könnte."

Oder im Falle eines aktuellen Bauprojektes habe er alle 1200 Wohnungen verkauft, erklärte Trump jüngst einem Journalisten. In seiner Erklärung vor Gericht gestand er, nur 900 Einheiten verkauft zu haben. Den Rest habe er behalten, "also zählt das quasi wie ein Verkauf."

Fazit: Es gibt sicher glaubwürdigere, erfolgreiche Zeitgenossen, von den man mehr lernen kann - auch wenn die ein oder anderen Ratschläge von Herrn Trump durchaus wertvoll sein mögen.

rezensiert am: 22.02.2010

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