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Führung Führung/Mitarbeiter Werte und Vision

Schlechte Mitarbeiter bleiben immer in deinem Unternehmen!

Kennst du das?
Du reißt dir den Arsch auf, willst ein Top-Team aufbauen – und was passiert? Die Guten kündigen. Und die Schlechten? Die bleiben. Immer.
Das ist kein Zufall. Das ist ein System.

Ein verdammt teures System, das dir Energie raubt, dein Unternehmen bremst und im schlimmsten Fall dafür sorgt, dass du irgendwann selbst keinen Bock mehr hast.

Ich hab das durch.
In meinem ersten Unternehmen. Und zwar so richtig.

Warum die Guten gehen und die Schlechten bleiben

In fast jedem Unternehmen gibt’s ein paar Mitarbeiter, die laufen unter „naja“.
Die machen Fehler – und die Guten dürfen’s ausbaden.
Die brauchen ständig Aufmerksamkeit – die Guten kommen zu kurz.
Die senken die Standards – und du drehst dich im Kreis.

Ergebnis:
Die Guten sehen keine Entwicklung mehr. Keine Wertschätzung. Kein Team, an dem sie wachsen können.
Und während du damit beschäftigt bist, dem Schlechtesten hinterherzuräumen, denken sich die Guten:
„Was zur Hölle mach ich hier eigentlich noch?“ – und sind weg.

Die Schlechten dagegen fühlen sich pudelwohl:
✔️ Kaum Leistung – aber jeden Monat pünktlich Geld auf dem Konto
✔️ Viel Aufmerksamkeit vom Chef
✔️ Kaum Konsequenzen

Warum sollten sie gehen?

Die Abwärtsspirale

Wenn das erstmal läuft, zieht sich der Teufelskreis durch dein ganzes Unternehmen:

  • Gute Leute gehen
  • Neue gute Leute kommen gar nicht erst
  • Die Kultur sinkt
  • Die Fehler häufen sich
  • Dein Aufwand als Chef wächst

Und irgendwann stehst du da mit einem Haufen Leute, mit denen du eigentlich gar nicht arbeiten willst – aber die dich komplett auf Trab halten.

Ich weiß, wie sich das anfühlt.
Und ich weiß auch: Du kommst da nur raus, wenn du glasklare Entscheidungen triffst.

Vier Dinge, die du tun musst – sonst ändert sich nichts

Es gibt vier Hebel, die du als Unternehmer in der Hand hast. Jeder davon ist notwendig. Lässt du einen weg, rutschst du wieder zurück.

1. Versteh deine Handlungsbereiche in der Führung

Führung heißt nicht: „Ich sag, was gemacht werden soll.“
Führung besteht aus sieben klaren Handlungsfeldern:

  • Teamzusammenstellung
  • Operative Führung
  • Systeme & Prozesse
  • Visionäre & strategische Führung
  • Kulturelle Führung
  • Team- & Mitarbeiterentwicklung
  • Deine eigene persönliche Entwicklung

Die meisten machen: nur operativ.
Also nur Schadensbegrenzung.
Wenn du dauerhaft mit schlechten Mitarbeitern kämpfst, liegt das oft daran, dass du die anderen sechs Bereiche vernachlässigst – vor allem die Teamzusammensetzung und die Kultur.

2. Setz klare Standards

Die meisten Unternehmer scheitern nicht an der Entscheidung, wer gut oder schlecht ist.
Sie scheitern daran, nicht zu handeln, obwohl sie’s längst wissen.

Die Frage ist nicht: Ist der Mitarbeiter nett? Ist er loyal? Hat er Kinder?

Die Frage ist:

  • Ist er teamorientiert?
  • Wie viel Zeit kostet er dich und dein Team?
  • Hat er eine hohe Lernkurve und Offenheit?

Wenn einer hier durchfällt, brauchst du keine zweite Meinung – du brauchst eine Entscheidung.

Und bitte: Vergiss das Prinzip Hoffnung.
„Vielleicht wird’s ja noch“ – das ist einer der größten Killer für dein Unternehmen.
Wenn du keinen klaren Standard hast, senden deine schlechten Mitarbeiter ein Signal:
„Hier kommst du auch mit Halbgas durch.“
Und genau das zerstört dein Unternehmen von innen.

3. Steuere deine Aufmerksamkeit

Wo ist deine Aufmerksamkeit als Unternehmer?

Die Realität in vielen Firmen:
90 % Aufmerksamkeit für die Schlechtesten.
Weil sie Probleme machen, weil du ihre Fehler korrigierst, weil sie laut sind.

Die Guten? Die laufen einfach.
Und werden übersehen.

Was passiert?
Die Schlechten lernen: Aufmerksamkeit kriegst du, wenn du Mist baust.
Die Guten lernen: Leistung lohnt sich nicht.

Das ist der Punkt, an dem dein ganzes System kippt.

Deshalb: Aufmerksamkeit nur für Beitrag. Für Leistung. Für Teamorientierung.
Mach Gespräche mit deinen Besten zur Priorität.
Gib Feedback für gute Arbeit.
Sei präsent – bei denen, die’s verdient haben.

Die Schlechten merken das. Und du hast die Wahl:
Sie passen sich an – oder sie gehen.
Beides ist ein Gewinn.



4. Triff eine innere Entscheidung

Jetzt kommt der schwierigste Teil.
Nicht die Methode. Nicht die Analyse. Die innere Haltung.

Denn du weißt längst, was zu tun ist.
Du spürst es seit Wochen. Seit Monaten vielleicht.
Aber dann kommt das Gedankenkarussell:

  • „Ich brauch ihn doch noch für Projekt XY…“
  • „Was denken die anderen?“
  • „Vielleicht wird’s ja besser…“
  • „Ich hab grad keine Zeit für Recruiting…“

Alles Bullshit.
Ich kenn das aus eigener Erfahrung.

Der Durchbruch kam für mich, als ich gesagt habe:

„Ich arbeite nicht mehr mit schlechten Leuten zusammen. Punkt.“

Qualität ist wichtiger als Harmonie.
Ein gutes Team ist wichtiger als schneller Umsatz.
Und vor allem: Meine Zeit und die Zeit meiner Top-Leute ist zu wertvoll für Mittelmaß.

Damals hab ich die Mannschaft reduziert. Von 16 auf 10.
Klar hatte ich Angst.
Aber: Die 10 waren besser, produktiver, effizienter – als die 16 jemals waren.

Weil der ganze Aufwand, die Nacharbeit, das Herumkorrigieren – einfach weg war.

Fazit: Führung beginnt mit dir

Wenn du willst, dass sich etwas verändert, dann fang bei dir an.

  • Definier deine Standards
  • Triff mutige Entscheidungen
  • Zieh Konsequenzen
  • Gib deine Energie nur an die, die sie verdienen


Dann bleiben die Guten. Und die Schlechten gehen.
Nicht, weil du Glück hast – sondern weil du es so willst.

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