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Unternehmercoach-Blog

Von Helden, Höhlen und Dämonen

Schwarzgurt-Camp 2021„Da sind Bindungen fürs Leben entstanden“ - Oktober 2021, am Fuße des Ätna. Ich brach mit 25 Unternehmerinnen und Unternehmern zu einer Heldenreise auf, die ihr Leben verändern würde. Die Teilnehmer suchten Antworten auf eine zentrale Frage: Wer bin ich wirklich? Denn nur wer seinen innersten Kern kennt, kann ein Unternehmen aufbauen, das zu ihm passt. Im Interview mit Manuela Wolf, PR-Managerin bei Unternehmercoach, spreche ich über das Konzept „Schwarzgurt“-Camp, die Vorbild-Funktion der Gruppe und Freundschaften fürs Leben.

Welche Idee steckt hinter dem „Schwarzgurt-Camp“?
Unser exklusives Unternehmertraining schließt mit der Prüfung zum Schwarzgurt-Unternehmer ab. Schwarzgurt-Unternehmer sind Unternehmer, die in ihrem Unternehmen ihre Seele zum Ausdruck bringen. Aber was bedeutet das konkret? Während der Hektik des Alltags in die innere Ruhe zu gelangen, die für die Auseinandersetzung mit solchen Fragen nötig ist, ist unmöglich. Weil das Interesse vieler Unternehmertraining-Teilnehmer groß war, tiefer in das Thema einzusteigen, habe ich dieses neue Format entwickelt. Es ist eine Nummer kleiner als unsere Canyon-Events, die dasselbe Ziel haben. Statt drei Wochen dauert die Heldenreise nur acht Tage. Aber der Rahmen ist außergewöhnlich. Dank der intensiven Begleitung durch mich und drei weitere Top-Coaches sind die Teilnehmer ihrem innersten Kern so nah gekommen wie noch nie zuvor.

Bist du mit genau dieser Erwartung nach Sizilien gereist?
Das Camp war ein Experiment. Man kann nie wissen, welche Fragestellungen die Teilnehmer im Gepäck haben und wie die Tage verlaufen werden. Dass Pläne in der Tonne landen, gehört dazu. Wie immer, wenn ich Neues ausprobiere, habe ich mich optimal vorbereitet und gleichzeitig meine Erwartungen zurückgenommen. Das sorgt für größtmögliche Flexibilität – und die Chance auf ein gigantisches Feeling am Ende des Events. Mein Fixpunkt liegt also nicht in meinen Erwartungen, sondern in der Nachhaltigkeit für die Teilnehmer.

Welche Anforderungen hast du an die Teilnehmer gestellt und warum?
Es macht keinen Sinn, dass sich ein Unternehmer mit einem nicht funktionierenden Unternehmen im Rücken acht Tage lang mit seiner Seele beschäftigt. Da geht nebenbei möglicherweise die Firma Pleite. Zugelassen waren deshalb nur Teilnehmer des exklusiven Unternehmer-Trainings oder Unternehmer, die mindestens zwei Jahre den Intensiv-Braintrust besucht hatten. Außerdem sollten sie auf ihrer Heldenreise mindestens auf dem Weg sein zum grünen Gürtel. Schwarzgurt-Unternehmer werden ist ja ein Prozess: Finanzen klären, Strategie erarbeiten, mentale Weiterentwicklung, meditieren, Sport, ein achtsamer Umgang mit sich selbst, über Ängste und Schamgefühle offen sprechen. Damit können Unternehmer, die erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen, wenig anfangen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich im „Schwarzgut-Camp“ einer ganz persönlichen Challenge gestellt. Welchen Beitrag kann da eine Gruppe leisten?
Die Gruppe ist von essenzieller Bedeutung für den Erfolg der einzelnen Teilnehmer. Nehmen wir die Fragerunde am ersten Abend. Warum ist es dir wichtig, in deinem Unternehmen deine Seele zum Ausdruck zu bringen? Und welche Auswirkungen könnte das auf deine Firma haben? Durch das jeweilige Vorbild der Vorredner veränderten sich die Antworten der nachfolgenden Sprecher. Ähnlich war es mit dem Verhalten in Extremsituationen. Da weint einer, wie er noch nie geweint hat in seinem Leben. Die anderen bekommen das mit, schauen sich das ab. Und plötzlich ist es ok, vor anderen zu weinen, wenn einem danach ist.

Im Camp waren Alkohol, Nikotin und elektronische Geräte verboten. Gab es Diskussionen wegen dieser strikten Vorgaben?
Das war im Vorfeld klar kommuniziert. Deshalb waren alle Teilnehmer einverstanden: So wenig Ablenkung wie möglich! Ich wollte nicht, dass die Abende an der Bar enden. Durch den Verzicht ist Ruhe reingekommen und eine ganz andere mentale Ebene entstanden. Plötzlich war es nicht mehr schwer zu sehen, wie man bisher mit seinen Mitarbeitern umgegangen ist, warum das so war und wie man es besser machen könnte. Einer der Unternehmer hat sich am Ende für das Alkoholverbot bedankt. Er meinte, das wäre die geilste Reise seines Lebens gewesen.

Wie sah ein typischer Tag im Schwarzgurt-Camp aus?
Der grobe Tagesablauf war angelehnt an typische Heldenreisen mit Elementen wie Herausforderung, Konfrontation, Belohnung. Wir haben jeden Morgen mit einer halben Stunde Sport und anschließender Meditation begonnen. Nach dem Frühstück war Seminarzeit mit verschiedenen Formaten. Am Nachmittag gab es Freiarbeit mit Zeit für Austausch, aber auch Aufgaben beispielsweise in Form von Rollenspielen. Nach dem Abendessen stand bei der großen Kaminrunde eine spezifische Frage im Fokus, die jeweils mit einem kurzen Statement beantwortet werden sollte.

Als Gastgeber warst du über den Ablauf der Reise im Detail informiert. Gab es dennoch Situationen, die dich herausgefordert haben?
Ja klar! Wenn Menschen intensiv Zeit miteinander verbringen, entstehen immer solche Situationen. Da brechen dann unerwartet Themen auf, bei denen man echt kurz schlucken muss. Auch hier hilft die Kompetenz der Gruppe. Bei so vielen Leuten ist immer einer dabei, der emotional Halt geben und helfen kann, eine Lösung zu finden. Und wir waren ein Team aus vier Coaches, so dass jeder seine besonderen Fähigkeiten einbringen konnte.

Ein Programm-Highlight war die Übernachtung in einer Höhle. Was habt ihr dort erlebt?
Inspiriert von einer tibetischen Nonne, die um das Jahr 1100 gelebt hat, hat uns eine Dämonen-Meditation durch die Nacht begleitet. Oft verdrängen wir unsere Schatten ins Unbewusste. Hier ging es darum, sich Konflikten zu stellen und die Dämonen als Teil der eigenen Identität anzunehmen. Das ist sehr viel bildhafter als die Idee von C.G. Jung, seine Schatten anzunehmen. Das Wegdrängen kostet unglaublich viel Energie. Durch solch eine Arbeit wird diese frei und der Blick auf das Wesentliche öffnet sich.

Schwarzgurt-Camp 2021Wie schwer war der Abschied nach acht Tagen intensivem gemeinsamem Erleben?
Es war unsagbar schwer. Einer der Teilnehmer hat für die Gruppe ein Klavierstück gespielt, später haben alle getanzt, sogar die Angestellten des Hotels. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer kannten sich schon von den Seminaren. Aber im Schwarzgurt-Camp wurden Bindungen aufgebaut, die fürs Leben halten werden.

Du hast eingangs gesagt, das Schwarzgurt-Camp war ein Experiment. Wie bewertest du es im Rückblick?
Mir war wichtig, dass das kein abstraktes, esoterisches Ding wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre ganz persönliche Heldenreise durchlebt und Zugang zu ihrer Seelenidentität gefunden. Nun geht es darum, diese veränderte Grundstimmung in die Praxis zu transportieren. Die letzten beiden Tage vor Ort haben wir genau das auch in Rollenspielen trainiert. Es macht ja wenig Sinn, zurückzukommen und von seiner Seele zu labern und dann nicht zu wissen, wie ich mit dem nächsten Konflikt umgehen soll… Ich bin mir sicher, dass das eine unheimliche Bedeutung haben wird für Partnerschaften und den Umgang mit Mitarbeitern.

Die Begeisterung in deiner Stimme ist nicht zu überhören. Wann also geht’s das nächste Mal nach Sizilien?
Wir peilen September 2024 an. Wer nicht so lange warten will: Es gibt noch freie Plätze für das Selbstführungs-Seminar am Grand Canyon im Juli 2022.

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