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Theorie U: Von der Zukunft her führen: Presencing als soziale Technik

Scharmer Claus, Theorie U: Von der Zukunft her führen: Presencing als soziale Technik
  • Kategorie(n): Team und Führung
  • Autor: Scharmer Claus
  • Verlag: Carl Auer Verlag
  • ISBN: 389670740X
  • Preis: EUR 49,00
  • Bewertung:
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StefanMerath | 21. Januar 2015

Es ist eines jener Bücher, bei denen man zu Beginn denkt: Wow, was für eine geile Idee und Erkenntnis! Und dann kommen einige wirklich gute Beispiele und Gedanken. Und man will mehr. Und dann kommt nichts mehr, lediglich die immerselbe Idee aus verschiedenen Blickwinkeln wiedergekäut.

Um was geht's? Claus Scharmer hat den Anspruch, eine komplett neue Führungstechnik zu bieten. Eine Führungstechnik, die der Komplexität und der Geschwindigkeit der heutigen Welt gerecht wird. Eine Führungstechnik für sich selbst, kleine Organisationen, Länder und sogar die Welt. Also nicht der kleinste Anspruch.

Und in der Tat ist die Idee bestechend: Eine zentrale Lücke aller Führungstechniken (siehe auch meine Webinar-Aufzeichnung dazu) besteht darin, dass die Person, die führt, nicht betrachtet wird. Es handelt sich nahezu immer um personenunabhängige Techniken. Nun rückt Scharmer einen bestimmten Aspekt davon ins Zentrum. Nicht einfach die Persönlichkeit des Führenden, sondern die Art und die Quelle seiner Aufmerksamkeit.

Er unterscheidet dabei vier verschiedene Arten der Aufmerksamkeit: 1) ich nehme ausgehend von meinen üblichen Denk- und Sehgewohnheiten wahr, 2) Ich nehme mit geöffneten Sinnen wahr und sehe neu hin, 3) ich beginne mit dem Herzen zu sehen bzw. von der Perspektive der anderen zu fühlen und 4) ich bin von der Quelle des Werdens her anwesend.

Nun kennen wir das alle: Wir haben Gespräche, bei denen beide Seiten festgefahren sind, Debatten, bei denen Argumente ehrlich ausgetauscht werden, nahe Dialoge, bei denen wirklich mit den Anderen mitgefühlt wird und schließlich inspirierende Gespräche, bei denen innerhalb kürzester Zeit Neues entsteht. Wann es zu welcher Art von Gesprächen kommt, ist hingegen meist dem Zufall überlassen. So wäre es extrem spannend, wenn man eine Methodik hätte, diese letzteren Gesprächsarten bewusst und gezielt herbeiführen zu können.

Und genau hier bietet Scharmer Antworten, die auf der Lenkung der eigenen Aufmerksamkeit beruhen. So weit spannend. Sobald es dann aber in die Tiefe gehen soll, fehlen mir die Antworten. Je weiter das Buch dann fortschreitet, desto mehr erscheint es wie eine Endlosschleife, in der immer wieder dasselbe wiederholt wird.

Am Ende erinnerte mich das Modell auch stark an Spiral Dynamics, wobei die ersten 4 und die letzten 2 Spiral Dynamics-Ebenen je zu einer neuen Ebene zusammengefasst sind, so dass die 8 Ebenen auf 4 reduziert werden. Spiral Dynamics ist natürlich noch viel allgemeiner, wohingegen sich Scharmer nur auf Führung und die Quelle der eigenen Aufmerksamkeit fokussiert.

Insgesamt: zumindest die erste Hälfte lesen und die Ideen adaptieren.

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