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Die Zeit der Macher ist vorbei. Warum wir neue Vorbilder brauchen.

Grundl Boris, Die Zeit der Macher ist vorbei. Warum wir neue Vorbilder brauchen.
  • Kategorie(n): Team und Führung
  • Autor: Grundl Boris
  • Verlag: Econ
  • ISBN: 3430201403
  • Preis: EUR 19,99
  • Bewertung:
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StefanMerath | 27. August 2012

Die Art und Weise, wie geführt wird, ist nicht statisch. Und es gibt nicht nur eine Art und Weise. Und, was jeder Führende spürt und weiß: Die Art, wie heute geführt wird und werden muss, ist drastisch im Umbruch. Dabei geht es nicht nur um das eine oder andere neue Führungs-Tool, sondern um eine neue Philosophie.

Ich glaube, solange man diese unterschiedlichen Philosophien nicht kennt, läuft man Gefahr, sich in der Vielfalt der Führungsliteratur zu verlieren und allzu schnell zu verzetteln. Insofern leistet Boris Grundl einen ganz wichtigen Beitrag, um die Typen von Führung auseinanderzuhalten. Da gibt es den Macher, dann den Führungslosen als Gegenpol und zuletzt die Inspiratoren als neue Vorbilder.

Im Inhaltsverzeichnis - leider nirgendwo sonst - werden diesen drei Gruppen Farben zugewiesen: rot, grün, gelb. Auch wenn dies nirgends explizit erwähnt wird, bezieht sich diese Einteilung wohl auf das Modell der Spiral Dynamics, einem wesentlich komplexeren Modell, das zwar viel mehr erklärt, aber dafür in der praktischen Anwendbarkeit auf unsere heutige Situation nicht so ganz einfach ist. (In der Anwendung der Spiral Dynamics bei Grundl vermute ich, dass er mit den Machern jedoch weniger den roten als viel mehr den orangen Typ beschrieben hat).

Die Macher kennen wir alle: Das sind die Adam Opels, die Familienunternehmer des großen deutschen Mittelstands. Sie bringen die Dinge voran, sie fühlen sich für alles verantwortlich und ohne sie gäbe es viele der heutigen Errungenschaften nicht. Zugleich nehmen sie aber ihren "Untergebenen" die Luft zum Atmen, halten sie klein und versuchen sich mit aller Macht im Zentrum zu halten. Das geht bis da hin, dass sie selbst periodisch Krisen erzeugen, um dann im letzten Moment die Kuh vom Eis zu holen und als der große Held dazustehen. Diese Menschen waren im Großen wichtig. Und sie sind es auch heute noch in einigen Randbereichen. Aber insgesamt sind sie nicht mehr zeitgemäß.

Die Führungslosen kennen wir auch - als Unternehmer weniger aus eigenem Erleben, sondern vielmehr aus eigenem Erleiden. Das sind die, die gegen alles sind. Die alles "gerecht" verteilen wollen. Die, wenn sie Hilfe brauchen, jammern oder die moralische Keule schwingen, aber merkwürdigerweise nie da sind, wenn Hilfe gebraucht wird. Die Führungslosen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie keine persönliche Verantwortung übernehmen. Die Führungslosen sind in gewisser Weise der Gegenpol und das Produkt der Macher.

Zuletzt gibt es die Inspiratoren. Das sind die, die Verantwortung übernehmen, aber weniger dafür, dass etwas geschieht wie die Macher, sondern dafür, dass sich Menschen so entwickeln, dass sie etwas geschehen lassen können. Das heißt nicht, dass die Inspiratoren weich sind, sondern dass sie sich fragen, was die anderen Menschen jetzt im Moment brauchen und sie da hin führen. Das kann weich sein, kann aber auch sehr hart sein. Boris Grundl lehrt, wie man ein solcher Inspirator wird.

Inspiratoren sind vor allem Menschen, die aus dem Weg gehen, sobald etwas in Bewegung gekommen ist. Im Gegensatz zu den Machern können sie los lassen, wenn es so weit ist und dann neue Aufgaben übernehmen. Sie sterben nicht auf ihrem Posten.

Zum Thema Menschenführung gibt es meines Erachtens nach derzeit kaum jemand Besseren in Deutschland.

 

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