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Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.

Ariely Dan, Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.
  • Kategorie(n): Persönlichkeit
  • Autor: Ariely Dan
  • Verlag: Droemer HC
  • ISBN: 3426274299
  • Preis:
  • Bewertung:
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StefanMerath | 23. September 2009

Prof. Ariely will's in seinem Buch nicht nur theoretisch wissen, sondern praktisch. Warum handeln wir "unvernünftig"? Aus diesem Grund entwirft er eine Vielzahl von Experimenten, die an vielen Punkten zu menschlichen Entscheidungsprozessen sehr erhellend sind.

Zum Beispiel unseren Wunsch, uns immer Wahlmöglichkeiten offen zu halten, selbst wenn wir schon wissen, dass bestimmte Optionen schlechter sind. Und dies selbst dann, wenn mit dem Offenhalten der Optionen zusätzliche Kosten verbunden sind.

Oder das Experiment, dass sexuell erregte junge Männer auf die Frage nach Kondomnutzung oder bestimmten sexuellen Praktiken anders antworten als wenn sie nicht erregt sind. (Überrascht das jemand? Aber nun gut, jetzt ist es auch amtlich wissenschaftlich ;-)

Oder warum wir uns lieber für das teurere Medikament entscheiden - weil wir nämlich annehmen, dass das auch besser wirkt.

Der Autor will uns damit zeigen, dass der Mensch nicht rational entscheidet. Das ist nun seit 5 bis 10 Jahren durch die neuere Gehirnforschung auch bei der Allgemeinheit angekommen (von der große Teile schon immer angenommen haben, dass das beim Menschen mit der Rationalität nicht so weit her ist).

Ob allerdings die Ergebnisse des Autors verallgemeinerbar sind - z.B. wird bei der Frage, ob Menschen betrügen, teils mit Cent-Beträgen und teils mit Fragebogen getestet. Und wer sagt schon im Fragebogen von sich, dass er betrügen würde?

Völlig skurril wird dann die Idee des Autors, dass die Regierung die Menschen vor ihrer Unvernunft schützen müsse. Ich nehme an, er glaubt, dass, wenn er seine Experimente mit Politikern durchführen würde, wenigstens diese völlig rational handeln würden. Ich denke, auch an diesem Punkt ist die allgemeine Meinung manchen Wissenschaftlern voraus ;-)

Der Haken ist letztlich: Der Maßstab, dass rationale Entscheidungen die besseren wären, bleibt. Dem kann ich wenig abgewinnen. Nicht nur, dass manchmal die rein rationalen Entscheidungen falsch sind, sondern in vielen Situationen kann man sie überhaupt nicht treffen.

Was bleibt? Ein paar nette Experimente, die belegen, was jedem sowieso schon klar ist. Und sonst? Mein Ohrenfaktor (Seiten mit Eselsohren (=Wichtiges) geteilt durch die Gesamtanzahl der Seiten) liegt bei etwa 1 Prozent. Das ist verdammt wenig ;-)

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