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Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs. Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen.

Kommer Gerd, Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs. Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen.
  • Kategorie(n): Finanzen
  • Autor: Kommer Gerd
  • Verlag: Campus Verlag
  • ISBN: 3593395428
  • Preis: EUR 29,99
  • Bewertung:
  • Von allen Büchern, die Sie über diese Empfehlung bei Amazon kaufen, spenden wir unsere Partnerprovision in Höhe von 5%.
StefanMerath | 21. Mai 2012

In den letzten Jahren habe ich eine Menge Finanzbücher gelesen. Angefangen bei Charttechnikern und Fundamentalanalysten über Biografien z.B. von Warren Buffett bis hin zum Rohstoff- und Währungshandel. Alle Autoren verkaufen ihren eigenen Investment-Stil mehr oder weniger gut und überzeugend.

Der Haken bei all diesen Büchern jedoch - darauf wies ich z.B. auch in meinem Geldseminar im Jahr 2011 hin - ist, dass Unternehmer mit einem größeren Finanzziel trotz Zinseszins-Effekt den weitaus größten Teil dieses Ziels nicht durch Renditen bei Geldanlagen, sondern durch Wachstum ihres Unternehmens erzielen. Das Verhältnis bewegt sich, wie jeder einfach mit Excel ausrechnen kann, bei mindestens 10:1. Das hat zur Konsequenz, dass ein Unternehmer auch etwa die zehnfache Zeit in die Entwicklung seiner Unternehmensstrategie investieren sollte wie in die Betreuung seiner Geldanlagen. Da kommt einfach langfristig mehr raus!

Und das hat wiederum zur Konsequenz, dass Unternehmer eine Anlageform suchen sollten, die weitestgehend automatisch abläuft und keine Aufmerksamkeit stiehlt. Und genau darin scheiterten alle oben erwähnten Finanzbücher - man braucht sehr viel Zeit (und oft auch viel Erfahrung). Gerd Kommer hingegen zeigt einen Weg, der, einmal aufgesetzt, nahezu null Aufmerksamkeit erfordert. Ja, noch weiter: Jede überflüssige Aufmerksamkeit, die man dann seinen Geldanlagen schenkt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man auf Sicht von 20 Jahren davon abweicht und eine Underperformance erzielt.

Der wichtigste Schlüssel in Gerd Kommers Buch ist zu verstehen, dass 90 Prozent derjenigen, die versuchen, den Index bzw. den Markt zu schlagen, darin scheitern. Und dass es keine Möglichkeit gibt, die 10 Prozent, denen das gelingt, im Vorfeld zu identifizieren. Die Konsequenz daraus lautet ganz schlicht: Es ist falsch zu versuchen, den Markt schlagen zu wollen. Das Ziel kann nur sein: Den Markt mit den geringstmöglichen Nebenkosten abzubilden.

Und dazu bieten sich ETFs an - und zwar mit einer Buy-and-Hold-Strategie. Im Buch wird anhand einer Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen nachgewiesen, warum das so ist. Und es wird ein praktikabler Weg gezeigt, wie man ein Weltportfolio abbilden und z.B. mit einem Sparvertrag aufbauen kann.

Nun mag mancher vielleicht Zweifel daran haben, dass es überhaupt nicht möglich sein soll, den Markt zu schlagen. Aber angenommen, ich schaffe es, statt 8 Prozent realer Rendite 16 Prozent zu erzielen, dann ist das immer noch gar nichts im Vergleich zu tollen Unternehmensstrategien. Bei kleinen Unternehmen schaffe ich damit locker 100 oder 200 Prozent im Jahr, bei Milliardenunternehmen immer noch 20 Prozent. So sollte es auch zu denken geben, dass in den Listen der reichsten Menschen zwar Unternehmer auftauchen und natürlich auch Leute, die Finanzprodukte für andere entwickelt haben - aber es ist kein einziger drunter, der nur mit der Anlage des eigenen Vermögens da hin gekommen ist.

Besonders faszinierend fand ich vor diesem Hintergrund einen Aspekt von Gerd Kommer, der in allen anderen Finanzbüchern fehlt: das eigene Humankapital. Oder anders ausgedrückt: Wie viel kann ich in meiner Restarbeitszeit noch verdienen? Und wie kann ich dies ggf. steigern? Die Konsequenz für fast alle Menschen ist das, was Benjamin Franklin schon vor 250 Jahren gesagt hat: Eine Investition in die eigene Bildung bringt noch die höchsten Renditen.

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