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Hidden Champions. Aufbruch nach Globalia.

Simon Hermann, Hidden Champions. Aufbruch nach Globalia.
  • Kategorie(n): Strategie
  • Autor: Simon Hermann
  • Verlag: Campus Verlag
  • ISBN: 3593397145
  • Preis: EUR 42,00
  • Bewertung:
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StefanMerath | 01. August 2013

Hermann Simon hat vor über 20 Jahren den Begriff der "Hidden Champions" geprägt. Mit "Aufbruch nach Globalia" hat er nun den dritten Band zu den Hidden Champions vorgelegt. Diese Hidden Champions prägen insbesondere die deutschsprachige Unternehmenskultur und sind einer der entscheidenden Gründe, warum Deutschland so gut durch die letzte Krise gekommen ist.

Natürlich ist das meiste von dem, was Hermann Simon in seinem Buch schreibt, nicht neu. Hidden Champions wie Würth oder Brita Wasserfilter oder Kärcher haben sich ja seit dem letzten Buch aus dem Jahr 2006 nicht neu erfunden. Schlüsselprinzipien wie kontinuierliches Wachstum, Marktführerschaft als erklärtes Ziel, die enge Definition des eigenen Markts, radikale Kundennähe, Wertschöpfungstiefe oder solide Finanzierung haben sich nicht verändert.

Interessant sind eher schon Details. Zum Beispiel, dass die Hidden Champions trotz ihrer Größe (die meisten machen mehr als eine Milliarde Umsatz) immer noch genauso schnell wachsen wie vorher (was den verbreiteten Glaubenssatz "Wenn man größer wird, wächst man langsamer" zunichte macht).

Oder dass die Hidden Champions zunehmend Visible Champions werden. Und zwar nicht nur, weil sie mit ihrer Größe über die Wahrnehmungsschwelle kommen, sondern weil sich zunehmend auch dort Kooperationsgedanken durchsetzen und die Sichtbarkeit zur Anziehung von guten Mitarbeitern schlichtweg notwendig ist.

Und dann sind natürlich die ganzen Informationen zur Globalisierung spannend. War dies früher nur riesigen Unternehmen vorbehalten, globalisieren die Hidden Champions heute früh. Selbst kleine und kleinste Unternehmen machen das. (In meinen Seminaren haben die meisten Unternehmer zwischen 3-50 Mitarbeitern. Auf die Frage, wer auch ins nicht-deutschsprachige Ausland liefert, melden sich immer mehr als die Hälfte!)

Spannend fand ich, dass die Globalisierung für diese Unternehmen eine langfristige Strategie über mehrere Jahrzehnte ist. Dementsprechend lassen sie sich auch von kleineren Rückschlägen nicht entmutigen. Und ebenso spannend, dass die meisten dieser Unternehmen nicht mit internationalen Vertriebspartnern, sondern nach Möglichkeit mit eigenen Tochtergesellschaften arbeiten: Eigentlich klar, da sich nur so die Kundennähe auch international aufrecht erhalten lässt.

Die Antwort übrigens, warum so viele Hidden Champions aus dem deutschsprachigen Raum kommen (1533 von weltweit 2734) lässt Hermann Simon unbeantwortet. Meiner Einschätzung nach spielte hierbei die engpasskonzentrierte Strategie (EKS) von Wolfgang Mewes eine ganz entscheidende Rolle, hat sie doch als erstes einen Großteil der oben genannten Schlüsselprinzipien gegen die herrschende betriebswirtschaftliche Lehre formuliert. Und viele der älteren Hidden Champions haben diese Strategie auch explizit und bewusst eingesetzt. Und viele der jüngeren Hidden Champions modellieren wiederum die älteren - teilweise eben ohne zu wissen, dass diese die EKS eingesetzt haben.

Fazit: Wer noch keines der Hidden-Champions-Bücher gelesen hat, sollte es unbedingt tun. Wer schon eines gelesen hat, bekommt insbesondere bei den Details und für die Globalisierung neue Anregungen.

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