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So sehe ich es.

Getty J. Paul, So sehe ich es.
  • Kategorie(n): Sonstiges
  • Autor: Getty J. Paul
  • Verlag: Luebbe Verlagsgruppe
  • ISBN: 3785701853
  • Preis:
  • Bewertung:
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StefanMerath | 18. Dezember 2010

Das Buch des einstmals reichsten Menschen der Welt ist schon über 35 Jahre alt und damit wohl eher antiquarischer Natur. Allerdings finde ich es hin und wieder doch spannend, die Beschränktheit der eigenen Zeit zu verlassen und einen übergreifenderen Blick einzunehmen.

Beim Lesen bleibt der Eindruck gemischt. Zum einen bietet Getty einen sehr anderen Blick auf die historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Dadurch, dass er viele wichtige Leute kannte, sah er manche Ereignisse früher als andere und konnte anders handeln. Und obwohl Amerikaner und in der Ölbranche tätig, stand er dem amerikanischen Imperialismus sehr kritisch gegenüber und verteidigte zum Beispiel die Aktivitäten der OPEC in den 70er Jahren als rechtmäßig.

In gewisser Weise sah er damals auch schon so manche heutige Entwicklung voraus - insbesondere, was die Verschuldungsproblematik der Staaten durch die aberwitzigen Sozialausgaben (zum Zwecke der Wiederwahl der Politiker) anbetrifft., obwohl das in den 70er Jahren gerade erst so richtig begann. Andere Meinungen hingegen - z.B. dass der Kommunismus durch sein System der Volkskommissare für eine niedrige Verbrechensrate sorgte und man deshalb im Westen mit ähnlichen drakonischen Maßnahmen durchgreifen müsse, sind hingegen ziemlich haarsträubend.

Getty wird das Erfolgsrezept nachgesagt: "Steh früh auf, arbeite hart, finde Öl." Das hat er sicher in seinem Leben belegt. Insbesondere im letzten Teil "finde Öl" kommt auch durchaus zum Ausdruck, dass es auch ein bisschen Glück braucht. So gibt es sicher in dem Buch nicht das eine Erfolgsrezept.

Und wenn überhaupt, dann liegt es nicht in der Arbeit begraben, sondern darin, alle wichtigen Leute seiner Zeit schon früh kennen gelernt zu haben. So war er mit den wichtigsten Leuten aus englischem Adel, amerikanischer Politik und Show-Business aber auch den herrschenden Familien in den arabischen Ländern befreundet.

Ein bisschen ermüdend wirken allerdings die Schilderungen, wie er sich mit Charlie Chaplin wegen einer Frau gestritten und neben Greta Garbo am Pool rumgelümmelt ist. Und seine Tagebuchaufzeichungen wirken auch eher wie die eines Buchhalters: Fakten, Fakten, Fakten. Auf Dauer doch recht anstrengend...

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