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Buy-ology. Warum wir kaufen, was wir kaufen.

Lindstrom Martin, Buy-ology. Warum wir kaufen, was wir kaufen.
  • Kategorie(n): Marketing und Vertrieb
  • Autor: Lindstrom Martin
  • Verlag: Campus Verlag
  • ISBN: 3593389290
  • Preis: EUR 19,00
  • Bewertung:
  • Von allen Büchern, die Sie über diese Empfehlung bei Amazon kaufen, spenden wir unsere Partnerprovision in Höhe von 5%.
StefanMerath | 30. Mai 2010

Der Autor wurde vom Time Magazine angeblich zu einem der hundert einflussreichsten Menschen der Welt gekürt. Nachdem ich das Buch (das sich zumindest nach Amazon-Statistik noch nicht mal sonderlich gut verkauft) gelesen hatte, beschlich mich eher der Eindruck, dass er den verantwortlichen Redakteur beim Time Magazine wohl persönlich kennen muss...

Das Buch ist eine Mixtur aus kopierten Weisheiten (wobei im seltensten Fall die Urheber genannt werden). Das Ganze schön im Stile eines Malcolm Gladwell geschrieben - weil man weiß ja, dass sich das verkauft. Da das Buch aber keinen wirklich roten Faden hat, wird in jedem Kapitel betont, dass der Autor weltweit die größte neurowissenschaftliche Studie durchgeführt hat. Nun ist Größe aber nicht gleichbedeutend mit hohem Erkenntnisgewinn...

Beispiele? Da hat er angeblich entdeckt, dass Kaufen und Religion etwas gemeinsam haben. Ich schätze mal, dass er schlicht davon ausgeht, dass niemand das Buch seines Landsmanns Jesper Kunde: "Corporate Religion" kennt. Da steht das alles schon drin.

Auch zu den ganzen anderen Themen: Spiegelneuronen, Rituale, multisensorische Erlebnisse etc. gibt es massenhaft bessere Bücher.

Manchmal wurde ich schon gefragt, warum ich das denn kritisieren würde, wenn Autoren abschreiben - es würden doch alle abschreiben. Das ist wahr: niemand beginnt bei null. Nur nennen die einen ihre Quellen und die anderen tun so, als hätten sie alles selbst erfunden.

Warum das von Bedeutung ist? Stell dir mal folgende Situation in einem Unternehmen vor: Ein Mitarbeiter hat bei einem Projekt eine tolle Idee gehabt und die Kohlen aus dem Feuer geholt. Bei der Abschlussrunde hält der Chef eine Rede: "Das Projekt wäre fast gescheitert, aber dann kam ich auf eine tolle Idee und habe das Projekt gerettet..." Ich schätze mal, jedem ist klar, dass diesem Mitarbeiter (und allen weiteren, die die wahren Zusammenhänge kennen) das Messer in der Tasche aufgeht. Und er wird eine Gelegenheit finden, dieses Messer zu zücken.

Warum bitte soll das, was gegenüber Mitarbeitern ein völliges No-Go ist, zwischen Autoren in Ordnung sein? Auch dann, wenn es fast alle machen...

Das geht so weit, dass ich, obwohl bei der "größten Untersuchung" von Lindstrom zwei oder drei kleinere Erkenntnisse heraus gekommen sind, echte Mühe habe, dafür wenigstens noch 5 Punkte zu vergeben...

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