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Management - Das A und O des Handwerks

Malik Fredmund, Management - Das A und O des Handwerks
  • Kategorie(n): Management
  • Autor: Malik Fredmund
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch
  • ISBN: 3899810716
  • Preis:
  • Bewertung:
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StefanMerath | 24. Mai 2006

Fredmund Malik beweist auch hier wieder eindrucksvoll, dass er einer der scharfsinnigsten Management-Denker ist. Er und sein Werk haben durchaus das Zeug, die Nachfolge Peter Druckers anzutreten. Gerade diejenigen, die von den jährlich wechselnden Management-Moden - die oft nur einen Aspekt herausgreifen und dann so aufblasen, dass man den Rest nicht mehr sieht - verwirrt sind, finden hier klare Orientierung.

Auf intelligente Art zerlegt Malik die Konzepte des Shareholder oder Stakeholder Value. Oder er tritt im Vorbeigehen den Freunden des Business Process Reengineering ans Schienbein, indem er darauf hinweist, dass eine Reorganisation immer eine Operation am nicht betäubten Patienten ist und deshalb genau überlegt werden solle.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Selten inhaltlicher Natur, wie z.B. bei der ziemlich abstrusen Wirtschaftstheorie, die Wachstum auf die Notwendigkeit der Befriedigung von Schuldzinsen zurückführt. Oder bei den strategischen Konzepten, wo es - gerade im deutschsprachigen Raum - Besseres gibt.

Wesentlicheres Problem ist jedoch die Rationalitätsgläubigkeit. Ein Konzept des Shareholder Value hat sich z.B. nicht durchgesetzt, weil die handelnden Personen nach klarem Durchdenken zum Schluss gekommen wären, dass es das intelligenteste Konzept sei. Sondern es hat sich durchgesetzt, weil die Shareholder die bestimmende Einflussgröße in großen Unternehmen sind. Dementsprechend wird man dies nicht ändern, indem man rational dagegen an argumentiert. Und weil man als rational Argumentierender ahnt, dass man keine große Wirkung erzielen wird, beginnt man noch rationaler zu argumentieren und tendiert zur Dogmatik. Dagegen ist Fredmund Malik nicht gefeit.

Überliest man die dogmatischen Tendenzen, dann lernt man bei Malik jedoch um Längen mehr als in den meisten anderen Management-Büchern. Zum Beispiel, warum Wachstum und Größe kein strategisches Ziel sein sollten. Oder dass in nahezu allen Organigrammen die wichtigsten Personen fehlen: die Kunden. Oder dass das Loblied auf Teams kritisch hinterfragt werden sollte, da nahezu alle weltgeschichtlich relevanten Entwicklungen Einzelleistungen waren.

Speziell für Unternehmer kleiner und mittlerer Unternehmen muss hinzugefügt werden, dass Fredmund Malik vor allem Großunternehmen im Blick hat. Ein Großunternehmen hat jedoch normalerweise keinen Unternehmer im engeren Sinne, sondern ist im Besitz von Aktionären und wird von Managern geführt. Vor diesem Hintergrund ist der Begriff des Managers ein anderer als in kleinen oder mittleren Unternehmen. Zu deutsch: Die Grenzziehung zwischen Manager und Unternehmer und damit auch die Grenzziehung zwischen den Aufgaben beider ist für KMU wenig geeignet. Hier sei auf die klare und bessere Unterscheidung bei Gerber verwiesen.

Fazit: Wenn man die Distanz wahrt, unverzichtbar zur Orientierung in den vielfältigsten Management-Moden. Wer Malik schon kennt, findet allerdings nur begrenzt Neues.

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