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Dankbarkeit spüren: Wie ich Emotionen kontrolliere und Ängste besiege!

Das Kribbeln in den Beinen, der Drang am liebsten den Tisch zu verlassen, um noch einmal in der Firma alles durchzugehen. Jahresabschluss, Planungen für’s nächste Jahr, bevorstehende Engpässe: Die Unruhe spüren viele Unternehmer selbst am Heiligabend und in der Zeit bis Neujahr noch bis in die Knochen.

Doch was kann ich tun, um wenigstens einen Tag ‘mal einen freien Kopf zu bekommen – sei es nun an Heiligabend oder zwischen den Jahren – anstatt angespannt vor Sorgen nicht einmal ein paar Minuten ruhig sitzen zu können?

Nun, im Kern der Unruhe liegt die Unsicherheit oder Angst, die mich in ihren Klauen hält. Angst vor der ungewissen Zukunft, vor all den Katastrophen, die dich künftig um den Schlaf bringen könnten – und es heute schon tun, ohne dass sie bereits eingetreten wären. Angst besteht dort, wo in der Zukunft negative Ereignisse stattfinden könnten.

Das Gegenteil von Angst ist Dankbarkeit. Sie kann dann entstehen, wenn in der Vergangenheit positive Dinge passiert sind. Und sie ist meiner Erfahrung nach eines der besten Instrumente, um Angst loszuwerden. Denn es ist unmöglich, gleichzeitig dankbar zu sein und Angst zu empfinden.

Dankbarkeit kann auch deine Perspektive geraderücken: Alle Ängste eines Unternehmers, und ich schließe mich selbst dabei ein, finden im Kopf statt! Ja, ein gegen die Wand gefahrener Auftrag ist scheiße. Ja, einige wenige Fehler können sogar dein ganzes Unternehmen zerstören.
Aber was dann?

Selbst wenn du insolvent gehen würdest: mit ziemlicher Sicherheit müsstest du nicht unter einer Brücke leben! Ich habe das selbst durchgemacht: Bevor ich mit meinem ersten Unternehmen pleitegegangen bin, hatte ich eine furchtbare Angst davor, was passieren würde. Wie würde es weitergehen, wie könnte ich all das nur überstehen? Würde das Ende meines Unternehmens auch mein eigenes Ende bedeuten?

Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich mein Unternehmen endgültig verloren hatte. Ein Unternehmer ohne Unternehmen. Alles ist schiefgelaufen, ich war gescheitert. Meine Ängste waren wahr geworden.
So stand ich also da, in meiner Wohnung. Es war eine recht schöne Wohnung, mir hat sie jedenfalls sehr gut gefallen. Ich machte mir etwas zu essen – es war noch genug im Kühlschrank. Und irgendwann kam es mir. Selbst nach Eintreten des Worst-Cases hatte ich noch ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und auch gesundheitlich ging es mir nicht schlechter als zuvor. Mit dem Unterschied, dass der ganze Druck und die Angst jetzt weg waren.

Die Sache ist: ja, es war wirklich keine schöne Zeit. Aber sie war auch nicht so schlimm, wie ich mir diese Situation in all meinen Vorstellungen ausgemalt hatte. Nicht so schlimm wie das, was zuvor in meinem Kopf stattgefunden hatte.

Nun bin ich mit ganzem Herzen ein Unternehmer. Und was auch immer passiert wäre, ich hätte nach der Insolvenz ein neues Unternehmen gegründet. Aber mit dieser neuen Dankbarkeit für das, was ich hatte, musste ich mein zweites Unternehmen nicht aus einer Existenzangst heraus gründen. Denn jetzt wusste ich, dass das Ende meines Unternehmens nicht gleichzeitig mein eigenes Ende bedeutet.
Ich konnte viel ruhiger an mein neues Unternehmen rangehen. Ich hatte nicht die andauernde Panik, noch einmal zu scheitern, sondern konnte mit klarem Kopf mit meinen Kunden ins Gespräch gehen – und das haben diese bemerkt. Auch bemerkt hätten sie, wenn ich von Angst getrieben worden wäre. Denn dann hätte ich es schwer gehabt.

Denn unter Angst ist es unmöglich, eine klare Strategie zu verfolgen und dran zu bleiben. Es ist ebenso unmöglich, Mitarbeiter zu führen, wenn man von Ängsten beherrscht wird.
Dankbarkeit kann dir deine Angst nehmen und dich in den Ruhezustand bringen, welchen du brauchst, um dich zu sammeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie kann dir Stärke geben, optimistisch in die Zukunft zu blicken und voller Energie das neue Jahr anzugehen. Und sie kann dir dabei helfen den Moment zu erreichen, in welchem du einfach mal abschalten und etwa die Weihnachtszeit genießen kannst. ;)

Aber wie schaffst du es, eine Dankbarkeit zu fühlen, die dir deine Angst nehmen und einen solchen ruhigen Moment ermöglichen kann?
Das eigentliche Ziel dabei ist nicht den Moment selbst, sondern eine innere Haltung zu erreichen, in der du diese Dankbarkeit verankerst.

Aber welcher Zeitpunkt wäre geeigneter, als zur Zeit der Besinnung damit anzufangen, eine solche Haltung aufzubauen? Welcher Zeitpunkt wäre besser als jetzt?
  1. Beginnen kannst du zum Beispiel, indem du ein Dankbarkeitsjournal führst. Das geht ganz einfach: Schreibe jeden Tag 5 Dinge auf, für die du dankbar bist. Wichtig ist nur, dass du ehrlich zu dir bist, und nicht nur einfach etwas auf einen Zettel kritzelst, weil du das „halt durchziehen“ willst.

    Als Orientierung frage dich: in welchen Lebensbereich bist du wofür wirklich dankbar? Schreibe es auf! Auch wenn dir etwas einfällt, das dir zunächst banal und vielleicht nicht tief genug erscheint, etwa das wöchentliche Treffen mit deinen Freunden – wenn du dich dafür wirklich dankbar fühlst, dann schreibe es auf!
     
  2. Um die Dankbarkeit in dir zu verankern verleihst du deiner Dankbarkeit im nächsten Schritt Ausdruck. Du bist dankbar dafür, dass immer, wenn du abends nach Hause kommst dein/e Partner/in vielleicht schon auf dich wartet? Dann bedanke dich bei ihr! Was wie eine kleine Geste wirkt, verfestigt am Ende nicht nur das Gefühl der Dankbarkeit in dir selbst, sondern zeigt den Menschen, die dir Gutes tun auch, dass du dafür dankbar bist.
     
  3. Und wenn du noch einen Schritt weitergehen willst, um wirklich tiefe Dankbarkeit zu spüren, dann gehe raus in die Welt zu denen, denen es noch schlechter geht als dir, selbst wenn du mit deinen Projekten scheitern solltest. Oder spende wenigstens etwas von Deinem Geld. Auch das erzeugt Dankbarkeit – Dankbarkeit, noch ein paar Euro zu haben, die man weggeben kann.
Dankbar sein für das, was dir auch dann noch bleibt, wenn alles andere abgebrannt ist. Das ist für mich der Schlüssel, um mit der Angst, der wir Unternehmer täglich begegnen müssen, klarzukommen. Und der Weg, einen friedlichen Abend zu verbringen, an dem wir reflektieren und uns die Ruhe gönnen können, die wir so oft verzweifelt suchen.