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Jammern verboten!

Interview mit dem Spezialisten für Persönlichkeitsentwicklung, Jens Corssen

Persönlichkeitsentwicklung mit Jens Corssen Jens Corssen ist Diplompsychologe, kognitiver Verhaltenstherapeut, psychologischer Berater und Autor. Als Spezialist für mentale Selbstführung (Inner Coaching) berät er Führungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft und Medien, aber auch Fussballprofis. Mit der von ihm entwickelten Philosophie und Praxis des Selbst-Entwicklers© vereint er seit den 70er Jahren psychologische mit pragmatischen Ansätzen für Persönlichkeitsentwicklung, Veränderungsprozesse und Zielerreichung. Er ist einer unserer vier Experten auf unserem großen Selbstführungs-Special im April und erzählt uns schon heute, wie du als Unternehmer mit einfachen Tricks deine mentale Stärke verbessern kannst.




Zur Selbstführung gehört eine starke Persönlichkeit. Nun bist du schon seit über 40 Jahren im Geschäft - was fasziniert dich denn nach all dieser Zeit immer noch an dem Thema Persönlichkeitsentwicklung?
Ich habe 1971 mit einem Studienfreund eine verhaltenstherapeutische Praxis in München eröffnet. Im Gegensatz zur Tiefenpsychologie, dessen Vater Siegmund Freud ist, haben wir uns von den Naturwissenschaftlern Pawlow und Skinner begeistern lassen. Im Behaviorismus geht es darum, wie man erlerntes, ungünstiges Verhalten verlernt und durch ein wünschenswertes Verhalten ersetzt. Diese Lerntheorie wird heute von der Neurowissenschaft gestützt, die beweist, dass nur emotionalisierende Erfahrungen neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn erschaffen. Und das führt zu neuem Verhalten. Nach Jahren der klassischen Verhaltensmodifikation, die jedoch bei komplexeren Problemen nicht so effektiv ist, begann ich mich mit der kognitiven Verhaltenstherapie zu beschäftigen. Seitdem fokussiert sich meine Beratung auf die Einstellungsänderung der Klienten.

Wer sich mit meiner Hilfe einen neuen gedanklichen Rahmen erschafft, sein so genanntes Mindset ändert, beurteilt Situationen aus einem anderen Blickwinkel heraus. Diese neue Sichtweise führt automatisch zu einer anderen Gefühlswelt, zu neuem Erleben und Verhalten. Man kann ein Problem nicht mit der Denkweise lösen, durch das es entstanden ist. Es sind ja nicht die Gegebenheiten, die uns wütend oder traurig machen, sondern unsere enttäuschten Erwartungen. Also die gedanklichen Beiträge zu dem, was ist.

Der Selbst-Entwickler©, der sich entschieden hat, nicht an den Situationen des Lebens zu verzagen, sondern an ihnen zu wachsen, lebt nach dem Credo: „Die Situation ist mein Coach“. Wer zum Beispiel automatisch denkt: „Ich muss heute leider wieder in diesen Sauladen gehen“, der fühlt sich als Opfer. Zum selbstbestimmten Denker wird er durch: „Ich gehe heute als Trainee in ein mentales Fitnesscenter, gebe dort mein Bestes und will lernen“. Es macht mir Spaß, meinen Klienten in relativ kurzer Zeit dabei zu helfen, die Verantwortung für ihr Erleben und Tun voll und ganz zu übernehmen. Und es beseelt mich, zu sehen, wie sie sich als Persönlichkeit im neuen Wachstumskontext entwickeln und ermächtigen.


Warum ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und der mentalen Stärke denn gerade für Unternehmer so wichtig? 
Der typische Unternehmer konzentriert sich als Führungskraft sehr stark auf die harten Faktoren. Also auf Umsatzzahlen, Rendite, Kosten, Wettbewerb und so weiter. Er entwickelt Ideen und Projekte, versucht seine Mitarbeiter weiter zu entwickeln und möchte dann auch noch zuhause oft seinen Familienangehörigen den rechten Pfad weisen. Darüber vergisst er meistens sich selbst, zum Beispiel seine emotionale Intelligenz zu entwickeln. Gerade in der heutigen Zeit des großen Umbruchs sind viele Mitarbeiter aber stark verunsichert und brauchen Orientierung. Wenn aber auch der Chef klagt, verunsichert ist und aggressiv reagiert, also seinen Angestellten kein Vorbild an Stärke und Zuversicht ist, reduziert das natürlich deren Engagement.

Verstimmte Menschen befinden sich im ängstlichen Überlebensmodus, sind mental instabil und nicht neugierig und kreativ. Aber gerade diese Eigenschaften sind jetzt besonders gefragt. Deshalb coache ich mit Fokus auf die innere Stärke. Also auf seelische Widerstandskraft, Empathie und besonders eine klagefreie Kommunikation. Denn eine gereifte Unternehmer-Persönlichkeit, die ihre gute Ausstrahlung besonders über das Vorleben ethischer Werte, über Freundlichkeit und Gelassenheit bekommt, verleiht den Verunsicherten wieder Kraft und Mut.

Der/Die Unternehmer/in benötigt also mentale Stärke, um wirklich Erfolg zu haben. Du verwendest dabei gerne den Begriff des Selbst-Entwicklers©. Was verbirgt sich dahinter und was muss ein Unternehmer denn genau tun, um die nötige mentale Stärke für seine Aufgaben zu erlangen?
Voraussetzung dafür ist, dass du, besonders in Stress-Situationen, deine Potenziale nutzt. Wer sich verstimmt, indem er über das Leben klagt (das gibt’s doch nicht …. blöder Stau…), über andere herzieht (so ein Idiot…) oder sich selbst fertig macht (warum konnte ich nur so blöd sein…), wird schwerlich lösungsorientiert handeln. Er beschwert sich damit (im wahrsten Sinne des Wortes), erzeugt so Ohnmachtsgefühle und wartet schmollend darauf, dass sich jemand seiner erbarmt. Aber ein Unternehmer unternimmt etwas und unterlässt nichts, wie man so schön sagt. Und wie gelingt ihm das? Indem er trotz widriger Umstände eine positive Grundstimmung beibehält. Früher hat sich mein Coaching auf das Erreichen konkreter Ziele bezogen.

Heute fokussiere ich mich auf „Gehobene Gestimmtheit“. Das heißt nicht, dass man immer guter Laune sein muss. Es geht vielmehr um eine sportliche und positive Haltung den Geschicken des Lebens gegenüber. Goethe hat das auf den Punkt gebracht: „Und so lang du das nicht hast, dieses stirb und werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde“. Psychosomatische Störungen und depressive Verstimmungen sind meist die Folge des bockigen „Dagegen-Seins“. Die Fußballspieler, denen ich helfe ihre Ziele zu erreichen, lernen von mir zum Beispiel: „wer für das Leben ist, macht mehr Punkte, schießt mehr Tore und weniger Eigentore“. Also: Jammern verboten! Allein schon damit kommst du aus der dich schwächenden Opferhaltung heraus.

Gibt es für dich denn Unternehmer, die in dieser Hinsicht eine wirkliche Vorbildfunktion besitzen? Und wenn ja, warum?
Ich bin überzeugt, dass Mitarbeiter, die sich vom Chef gesehen fühlen, von ihm wertgeschätzt werden und sein Vertrauen spüren, den gegenwärtigen Herausforderungen erfolgreicher begegnen. Die weichen Faktoren führen zu geistig-seelischem Umsatz und erzeugen dann auch materiellen Gewinn.
Ich coache gerade einen Unternehmer in die Rolle des „Chief-Emotional-Officers“. Wenn er, als der meist angesehenste Mensch in seiner großen Firma, in „Gehobene Gestimmtheit“ ist, beeinflusst er damit das gesamte Betriebsklima positiv.

Er hat sich, mit meiner Unterstützung, vorgenommen, mit der Veränderung bei sich anzufangen. Er empfängt seine Mitarbeiter nicht wie bisher auf der Chefetage, sondern hat sich zur Regel gemacht, sie zu Gesprächen an ihren Arbeitsplätzen aufzusuchen. Er berichtet mit Freude, dass die Stimmung im Betrieb allein dadurch schon besser geworden ist. Bei seinen Gängen durch das Unternehmen sehen ihn seine Mitarbeiter endlich mal wieder persönlich und fühlen sich von ihm wahrgenommen. Er spricht mit ihnen im Fahrstuhl, hört ihnen mehr zu und redet selbst weniger. In seiner neuen Haltung fühlt er sich sehr wohl und er will sie unbedingt beibehalten.
Auf meinen Hinweis hin, hat er einen ihm vertrauten Mitarbeiter autorisiert, ihm auf Nachfrage ein ehrliches Feedback über sein Führungsverhalten zu geben. So bleibt er als engagierter Selbst-Entwickler© im Lernprozess.

Nun möchte natürlich nicht jeder Leser erst bis zu deinem Workshop auf unserem Selbstführungs-Special warten, um loszulegen. Hast du vielleicht schon ein oder zwei ganz einfache praktische Tipps für den Alltag, die man direkt umsetzen könnte?
Das für mich Wichtigste für eine erfolgreiche Selbstentwicklung und eine positive Ausstrahlung, ist eine wirksame Kontrolle über das eigene automatische Klagen. Wie schafft man das? Binde dir ein Gummiband um dein Handgelenk und zupfe sofort an ihm, wenn du dich über das Leben, die anderen oder dich beschwerst. Allein die Selbstbewusstheit darüber, dass du dir gewahr wirst über deine Opferhaltung, verringert mit der Zeit dein Jammer-Verhalten. Nach einigen Wochen disziplinierten Zupfens wirst du merken, dass sich allein dadurch deine Sicht auf die Dinge des Lebens zum Positiven verändert und sich eine positive Grundstimmung einstellt.

Eine zweite Übung ist auch leicht durchzuführen. Immer, wenn Situationen nicht so sind, wie du dir das vorgestellt hast und du dich darüber ärgerst, nimmst du eine aufrechte Haltung ein, atmest einmal bewusst tief ein und aus, und denkst: „das gehört zum Leben dazu, das IST das Leben“. Dann nutzt du diese Trainingseinheit, um mehr Gelassenheit zu entwickeln und dadurch leichter Lösungen zu finden. Diese beiden Übungen kosten dich nur etwas Disziplin aber es zahlt sich garantiert für dich aus.

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