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Coronavirus - Praxisratgeber für Unternehmer

So wird sich die Wirtschaft verändern - aktuelle Lageeinschätzung

Drei Meldungen von heute: Jeder Mittelständler in Deutschland hat im März im Schnitt 40.000 Euro Verlust gemacht. Und alle Branchen bereiten laut ifo-Institut Entlassungen vor. Jedes sechste Einzelhandelsgeschäft und jedes dritte Unternehmen aus der Gastronomie stehen vor der Insolvenz. Selbst wenn man die letzte Meldung, da sie von den jeweiligen Verbänden kommt und damit interessengeleitet ist, etwas relativiert, kann man davon ausgehen, dass große Veränderungen bevorstehen.

Es wird viele Unternehmen geben, die über Jahre hinweg mit einem großen Mühlstein an Schulden (Hilfsprogrammen und sonstigen Krediten) kämpfen müssen. Zwar werden aus politischen Gründen die Zinsen dieser Schulden niedrig bleiben und auch die Insolvenzantragspflichten vermutlich über September hinaus gelockert bleiben. Aber diese Unternehmen werden über Jahre in einem Defensivkampf stecken und durch ihre permanente tendenzielle Zahlungsunfähigkeit immer wieder auch gesunde Unternehmen bedrohen. Und es wird einige wenige Unternehmen geben, die schon zuvor finanziell megagesund waren (und mindestens 6 Monate finanzieller Reichweite hatten) und mit ihren flüssigen Mitteln die Chancen, die sich bieten werden, nutzen können. Sie werden Marktanteile gewinnen oder preiswert Wettbewerber aufkaufen.

Der Arbeitsmarkt wird sich komplett wandeln. Da er zuvor wie ausgetrocknet war, führte das dazu, dass die Macht der Bewerber immens gestiegen war – insbesondere was Gehaltsverhandlungen, flexible Arbeitszeiten und sonstige Goodies anbetraf. Insbesondere bei der Generation Z war teilweise ein extremes „Selbstbewusstsein“ vorhanden, weil sie wussten, dass sie alles verlangen konnten. Das hat sich nun innerhalb weniger Wochen gedreht. Bis das im Bewusstsein ankommt, dass mindestens die nächsten Monate oder vielleicht Jahre niemand mehr wirklich auf sie gewartet hat, wird noch etwas dauern. Aber es wird die ganze Generation prägen! Vielleicht nicht so sehr wie die griechische, spanische oder italienische Jugend durch die Finanzkrise, aber trotzdem.

Das Machtpendel schlägt nun langsam in Richtung anderer Seite aus (oder bewegt sich wenigstens langsam zur Mitte hin). Und ich glaube, allen wird nach und nach klar werden, dass man nun richtig ranklotzen muss, um wieder aufzubauen. Naja, zumindest dann, wenn sich der Rauch verzogen hat und allen der Schaden klar geworden ist. Das ist er nämlich noch nicht. Im Augenblick gehen alle davon aus, dass im Mai weltweit alles wieder nach oben gefahren wird und dann ist es gut (anders lässt sich z.B. ein DAX-Rückgang von aktuell lediglich 20% zum Hoch nicht erklären – in der New-Economy-Krise hatten wir über 70%, in der Finanzkrise 60%).

Aber es wird im Mai nicht alles gut sein! Wir haben ganz offensichtlich aktuell noch eine ähnliche Realitätsverweigerung wie im Februar: alle, die damals sehen wollten, was auf uns zukommt, konnten sehen. Aber die meisten wollten nicht.

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