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Das Herz am richtigen Fleck - die Heldengeschichte des Strategiepreisgewinners von 2017

Niemals aufgeben, immer positiv denken - das war schon immer Melih Kesmens Lebensmotto. Noch nie war es aber so schwer umzusetzen wie an jenem Tag, als er mit Schulden im sechsstelligen Bereich vor seinem Banker stand. Ein falsches Wort, ein falscher Eindruck, und der Banker hätte den roten Knopf drücken können – und damit nicht nur Melihs Traum vom eigenständigen Unternehmertum beendet, sondern auch das Leben seiner ganzen Familie mit einem Schlag in Gefahr bringen können. Schon immer war Melih selbst schwierigsten Situationen mit viel Optimismus und Kampfeswillen entgegengetreten, aber würde ihm das auch in dieser scheinbar aussichtslosen Lage gelingen?
  Als Sohn einer türkischen Gastarbeiterfamilie, die in den 70er Jahren aus Anatolien nach Deutschland gezogen war, verbrachte Melih seine Kindheit in Witten bei Dortmund. Hier lebte er stets im Spannungsfeld zwischen der konservativ geprägten türkischen Kultur zuhause und der liberalen Umgebung an der deutschen Schule. Die Schikanen, denen sein Vater bei dessen Arbeit in einer Fabrik als Migrant ausgesetzt war, machten Melih dabei früh deutlich, dass er es in seinem weiteren Leben nicht gerade leicht haben würde. Für ihn war aber auch schnell klar, dass er sich nicht so leicht würde unterkriegen lassen. Er würde alles dafür tun, um ein besseres und erfolgreicheres Leben zu führen. Vor allem aber würde er sich nie seiner Lebensfreude berauben lassen.

Mit 14 Jahren begann Melih dann seine Träume in die eigene Hand zu nehmen. Er schnappte sich die Airbrush-Pistole, die er von seinem Bruder geschenkt bekommen hatte und begann mit seinen ersten Schritten als Graffiti-Artist seine kreative Ader auszuleben. Schon ein Jahr darauf begann er mit seiner Kunst das erste Geld zu verdienen. Mit 18 war es dann klar: Melih würde sich selbstständig machen. Er warf seinen neuen „Mac Performer“ an und entwarf Logos und Flyer für kleine Läden. Gleichzeitig begann er ein Studium der visuellen Kommunikation, doch schnell erkannte selbst seine Professorin, dass Unternehmerblut in Melihs Adern floss. Auf ihr Anraten brach er das praxisferne Studium ab, gründete die Agentur “Man at Work“ und widmete fortan jede Sekunde seinem eigenen Unternehmen.

Normalerweise würde hier nun die Geschichte einer typischen Designer-Karriere stehen, aber Melihs Leben sollte alles andere als “typisch“ verlaufen. Denn mit dem 11. September 2001 änderte sich einiges. Die Stimmung in Deutschland brach schlagartig ein, Melih konnte nun nicht einmal mehr mit einer Sporttasche in den Bus einsteigen, ohne skeptische Blicke zu ernten. Ein sowieso schon lange geplanter Tapetenwechsel nach London brachte auch keine Besserung, nach den U-Bahn Anschlägen trafen Muslime dort ebenfalls eine feindselige Stimmung an. Aber anstatt in Selbstmitleid zu versinken entschied sich Melih mal wieder für eine aktive und optimistische Lösung. Statt Verzweiflung und Frust hatte Melih nämlich eine viel bessere Antwort auf den Terror und den Hass gegenüber Muslimen parat. Er entwarf – eigentlich zuerst nur für sich selbst – ein T-Shirt mit der Aufschrift „I Love My Prophet“. Damit traf er den Nerv der Zeit, die Menschen wollten ihm das T-Shirt auf der Straße gleich abkaufen. Diese Energie machte er sich zu Nutze und hatte in nur drei Jahren eine Marke daraus geschaffen: Styleislam war geboren. Designprodukte, die Muslimen die Chance gaben dem Terror und Hass mit Kreativität entgegenzutreten. Dann ging alles Schlag auf Schlag: Von deutschen Medien über CNN und New York Times war das Interesse enorm: Den Islam in solch einem positiven und konstruktiven Kontext darzustellen war zu dieser Zeit unüblich. Daraus erhob sich die Marke hin zu einem internationalen Phänomen: Ob England, die Türkei oder Südafrika -  Melih baute ein weltweites Franchise-System auf.

So schön dieser Erfolg auch war, er kam jedoch zu schnell. Unternehmerisch war Melih noch nicht so weit. Schlechte Personalentscheidungen, schwierige Rahmenbedingungen und mangelnde Organisationserfahrung – die Anforderungen an das Unternehmertum überstiegen bald seine damaligen Fähigkeiten. Und so kam jener schicksalshafte Tag, als er in die Augen seines Bankers blicken musste. Verzweifelt versuchte Melih ihm noch klar zu machen, dass er eine Familie zu ernähren hatte. Die darauffolgende Antwort des Bankers sollte er seinen Lebtag nicht mehr vergessen: „Ja, das mit den Kindern hätten Sie sich vorher überlegen sollen…“ Nach dieser unverschämten Antwort spürte er das erste Mal, wie abhängig er geworden von der Laune eines Bankers; statt frei zu sein fühlte er sich angekettet und er war nicht einmal mehr in der Lage, das eigene Schicksal und damit das seiner Familie in der Hand zu haben. Das ging gegen Melihs ansonsten so freigeistige Natur! Keine Sekunde sollte es so weitergehen! Melih wusste, er musst etwas Grundlegendes ändern. Und so machte er das was er schon immer am besten konnte, er ließ sich seiner Träume nicht berauben.

Also machte er sich auf die Suche nach Möglichkeiten, wie er sich weiterentwickeln konnte. Unter anderem stieß er auf das Buch „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“. Und damit auf die Frage, was ihm in seinem Leben als Unternehmer eigentlich wichtig war. Was war seine Vision? Er besuchte Unternehmercoach-Seminare, traf andere Unternehmer und fand schließlich die Antwort, die er schon immer in sich trug: Er wollte schöne Dinge kreieren und Menschen glücklich machen! So gründete er die schenkYOU GmbH und erweiterte das Konzept von Styleislam auf ein kultur-und religionsübergreifendes Modell: Kunden können hier Geschenke selbst gestalten und in Auftrag geben. Ausgerüstet mit einer neuen Strategie, klaren Zielen und einer konkreten Vorstellung davon, wohin er sich weiter entwickeln möchte, kann er seitdem eine Zielgruppe bedienen, bei denen, wie er selbst sagt, es ihm auch nicht schwerfällt, sie zu lieben. Denn Menschen, die anderen Menschen aus Liebe eine Freude machen möchten, sind in der Regel selbst wiederum liebenswerte Menschen.

Heute hat Melih für seine Entwicklung als Unternehmer bereits über 100.000€ investiert – und das hat sich bezahlt gemacht. Mit mehr als 170.000 glücklichen Kunden hat er seit dem ersten Seminarbesuch vor drei Jahren seinen Umsatz verdreißigfacht, ist seine Schulden losgeworden und gewann erst kürzlich den Strategiepreis 2017 – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht: Auch für die Zukunft hat er noch große Pläne. Von Melih Kesmen und schenkYOU werden wir also hoffentlich noch viele spannende Geschichten hören…

 

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