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„Man hat immer die Wahl, jeden einzelnen Bereich seines Lebens so fortzuführen wie bisher oder aber den Mut aufzubringen und Veränderungen einzuleiten.“

Inga Bauer führt seit über einem Jahrzehnt das Unternehmen ihrer Eltern. Für die Nachfolge hatte sie sich 2003 ganz bewusst und ohne Erwartungsdruck ihrer Eltern entschieden – da war sie bereits mehr als zehn Jahre im Unternehmen angestellt.

Heute, vor fast genau 2 Jahren – am Wendepunkt ihres Lebens – hatte Inga sich ein großes Ziel gesetzt: „Anfang 2016 möchte ich nur noch 2 Tage in der Woche in meinem Unternehmen präsent sein müssen. Wenn es mir gelingt konsequent am Unternehmen, statt im Unternehmen zu arbeiten, dann ist auch meine Anwesenheit nicht mehr rund um die Uhr notwendig. Ich möchte den Freiraum haben, ein selbstbestimmtes (Unternehmer-)leben zu führen“, lautete Ingas großes Ziel.
 
„Nur von innen sieht das Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus.“
 
„Irgendwie haben wir es uns doch im Hamsterrad ganz angenehm eingerichtet. Wir strampeln uns darin ab und merken oft gar nicht, dass wir uns auf der Stelle bewegen.“
Zu dieser Erkenntnis kam Inga an einem ganz entscheidenden Punkt in ihrem Leben, der alles gehörig durcheinander wirbelte: „Es war der 2. Weihnachtsfeiertag 2013. Zwischen Tannenbaum und Kerzenschein ging meine langjährige Beziehung in die Brüche – für mich, völlig unerwartet und aus dem Nichts. Meine Welt brach zusammen, es nahm mir den Boden unter den Füßen“, schildert Inga tief bewegt diese Ausnahmesituation Ende 2013.
 
Wie in Trance bewegte sie sich die ersten Tage, vielleicht auch Wochen. Freunde unterstützten Inga und sprachen ihr Mut zu. Doch woher Mut nehmen, wenn man sich einfach nur ohnmächtig fühlt? Inga erinnert sich zurück:  „Was mir durch diese schwere Zeit geholfen hat, war immer wieder das Bild von einem Triathlon – die Zähne zusammenbeißen, Ausdauer, Disziplin und eine absolute Willenskraft beweisen. Also setzte ich Tag für Tag einen Fuß vor den anderen, in der Hoffnung, dass es irgendwann besser werden würde.“

Das Bild von einem Triathlon hatte für Inga mit einer ganz persönlichen Erfolgsgeschichte zu tun. 2005 meldete sie sich zu einem Triathlon Camp an. Doch bevor sie auch nur ihren ersten Triathlon gelaufen war, steckte sie ihr Ziel noch höher: Es musste der Ironman sein! Denn das Bild von den Teilnehmern, die im Zieleinlauf über den roten Teppich gingen – völlig erschöpft und unsagbar stolz – dieses blieb ihr im Gedächtnis und war Ansporn genug das schier Unmögliche zu schaffen: Inga nahm am Ironman teil und ging über den roten Teppich!

 
Was sie jetzt brauchte,
waren positive Impulse von außen
 
Inga entschied sich, nach der anfänglichen Schockstarre, nicht zu resignieren. „Ich hatte alles verloren und war nun bereit für eine 180-Grad-Drehung.“ Was sie jetzt brauchte, waren positive Impulse von außen, eine neue Ausrichtung für ihr Leben und das Unternehmen. Da fiel ihr wieder das Buch von Stefan in die Hände, was seine Spuren hinterlassen hatte. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo sie das Gelesene umsetzen wollte.

"Das Seminar kam genau zum richtigen Moment"
 
Im Seminar „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ kreisten ihre Gedanken immer wieder um die Frage nach ihren Wünschen und Vorstellungen, die sie bereits als junger Mensch hatte.
 
„Mit dieser Frage hat Stefan bei mir ganz viel in Bewegung gesetzt. Wenn man seine Träume und Wünsche aus der Kindheit betrachtet, erkennt man oft, für was man wirklich brennt. Und wenn man diese eine Antriebsfeder in sich findet, dann ist alles möglich“, erzählt Inga voller Überzeugung.
 „Auch begann ich mein Umfeld auf den Prüfstand zu stellen und merkte schnell, dass es Handlungsbedarf gab. Langjährige Freundschaften, an denen ich immer festgehalten hatte, gaben mir nicht mehr diese positive Energie, die es brauchte, um mich zu verändern.
Hinzu kam die Erkenntnis, dass ich als Unternehmer nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten muss, um den zukünftigen Erfolg des Unternehmens sichern zu können. Dies war die einzige Möglichkeit endlich selbst zum Gestalter meines Lebens zu werden“, berichtet Inga rückblickend.

Inga fuhr nach diesem Wochenende mit 3 ganz wichtigen Erkenntnissen nach Hause:
  1. Sie musste lernen auf ihr Herz zu hören. Sie musste sich immer wieder fragen, was ihre Träume sind, wofür sie brennt.
  2. Sie musste sich ein positives, inspirierendes und mutiges Umfeld suchen, um Veränderungen  einleiten zu können und um nicht mehr auf der Stelle zu treten.
  3. Und sie musste endlich damit anfangen ihre Unternehmerrolle zu überdenken und an ihrem Unternehmen zu arbeiten.
Erst durch das Eleminieren von Altem und Überholtem
schafften wir Platz und Möglichkeiten für Neues.“
 
Nach diesem Wochenende fällte die Unternehmerin gleich eine wichtige Entscheidung – eine Entscheidung, die sie schon so lange vor sich hingeschoben hatte. Sie beschloss den ältesten Produktionsbereich ihres Unternehmens – die Rohrsteckschlüssel Fertigung – nach 82 Jahren einzustellen. Das Produkt, einst die Basis der Bauer & Böcker GmbH & Co. KG, brachte wirtschaftlich gesehen schon lange nicht mehr den gewünschten Erfolg. Jedoch fehlte es Inga bisher an Mut und Entschlossenheit.

„Am nächsten Tag erzählte ich gleich meinem Führungsteam von meinem Entschluss, eine Woche später informierte ich die Mitarbeiter und nach noch nicht einmal einem Jahr traten die alten Maschinen die Reise nach Indien an.“

4 Jahre zuvor hatte das Unternehmen damit begonnen LED-Arbeitsleuchten zu entwickeln und zu produzieren. Dieser neue Geschäftsbereich nahm genau in dem Moment Fahrt auf, als Inga die Entscheidung traf die Rohrsteckschlüsselproduktion einzustellen. „Erst durch das Eleminieren von Altem und Überholtem schafften wir Platz und Möglichkeiten für Neues“, weiß Inga heute.

Eine weitere wichtige Entscheidung traf Inga im März 2014 nach einem Vortrag des Starkochs Tim Mälzer bei Stefans „Light the Fire“ mit Richard Branson, der ganz offen über seine Überforderung sprach und wie er es schließlich schaffte, Zeit für das Wesentliche zu finden, indem er einen Geschäftsführer einstellte.
„Seine Offenheit bewegte mich sehr und die Lösung lag eigentlich so nahe… und so beschloss auch ich an diesem Wochenende einen Geschäftsführer einzustellen, um selbst mehr Zeit zum Nachdenken zu haben, den Freiraum mich außerhalb der Firma mit anderen Unternehmern auszutauschen!“

„Ich vergaß wichtige Schritte auf dem Weg der Veränderung“
 
All diese Entscheidungen brachten Veränderungen mit sich – auf allen Ebenen und in kürzester Zeit. 
„Viele meiner Entscheidungen konnten einige aus meinem privaten und beruflichen Umfeld nicht nachvollziehen“, gibt Inga offen zu. „Ich wollte mit dem Kopf durch die Wand.“

Deutlich wurde ihr das nach der Fußball WM 2014, als sie sich vor ihre Mitarbeiter stellte und ihre neue Vision präsentierte. Jeder ihrer Mitarbeiter bekam ein No1-T-Shirt und sie hoffte so ein wenig der Weltmeister-Euphorie auf ihr Unternehmen übertragen zu können.
 
„Ich weiß noch wie gestern, dass mich unzählige große Augenpaare anblickten und die Fragezeichen dahinter immer größer wurden. Ich vergaß wichtige Schritte auf dem Weg der Veränderung. Während in mir meine Vision bereits einige Monate reifen konnte, hörten meine Mitarbeiter diese zum ersten Mal. Von Euphorie war wenig zu spüren… Ich war viel zu schnell, in vielerlei Hinsicht. Ich konnte mein Bild nicht richtig vermitteln und habe viele meiner Mitarbeiter schlichtweg überfordert“, weiß Inga heute.

Mit vielen Gesprächen, Geschichten und Bildern gelang es Inga ihre Mitarbeiter mit auf die Reise zu nehmen, sie abzuholen, zu motivieren und für Veränderungen zu ermutigen. Heute ist das Unternehmen ihrer Vision ein ganzes Stück näher.
„Immer wieder geht es darum unseren Weg,
unsere Vision und das WOZU dahinter zu verdeutlichen.
Wir bemühen uns um eine positive Stimmung und ein Wir-Gefühl.“
 
Seit Anfang 2015 arbeitet Inga mit einem externen Berater zusammen, der sie beim Aufbau eines Lean Management Systems unterstützt. „Jeder Mitarbeiter weiß am besten wie er seinen Arbeitsplatz effizienter gestalten kann. Jeder ist dafür verantwortlich Verbesserungen einzubringen und Überflüssiges zu reduzieren. Das selbstverantwortliche Arbeiten und Mitgestalten wird so ständig trainiert und in den Köpfen der Mitarbeiter manifestiert. Das Ziel ist es“, sagt Inga voller Überzeugung, „jeden Mitarbeiter zu einem kleinen Unternehmer für seinen eigenen Bereich zu befähigen, Verantwortung zu übernehmen und vorher festgelegte Ergebnisse zu erzielen.“

In monatlichen Mitarbeitermeetings werden die Entwicklungen im Unternehmen besprochen. Abteilungsleiter berichten, was sie umtreibt und Inga nutzt diese Meetings auch als gute Gelegenheit Erfolge gemeinsam zu feiern. „Immer wieder geht es darum unseren Weg, unsere Vision und das WOZU dahinter zu verdeutlichen. Wir bemühen uns um eine positive Stimmung und ein Wir-Gefühl.“

Seit 4 Jahren hat Inga eine PR-Fachfrau mit an Bord, die sie mittlerweile als gute Freundin und Ratgeberin durch viele Lebenslagen begleitet. Zusammen mit dem Geschäftsführer basteln sie gemeinsam an der Unternehmensentwicklung und an deren Umsetzung. „Das Spannende ist, dass wir drei sehr unterschiedlich sind und somit auch unterschiedliche Sichtweisen haben – das Unternehmen profitiert enorm davon.“

Viele Diskussionen und Gedanken kreisen um die Digitalisierung des Arbeitslebens und wie sich dies auf die Branche auswirkt. Dazu haben sie einige Maßnahmen ergriffen, die im Marketing und Vertrieb bereits umgesetzt wurden. „Ganz oben auf der Liste steht für mich das Thema ‚Geschwindigkeit‘ – bei all unserem Tun. Kunden wollen heute nicht mehr auf eine Lieferung mehrere Tage warten. Ebenso ist es wichtig den Veränderungsprozess durch schnelle konsequente Entscheidungen im Geschäftsalltag zu forcieren. Bei diesen Überlegungen kann uns ein Blick in die Deutsche Startup-Szene und die Unternehmen im Silicon Valley helfen.“
 
… ganz nah am Puls der Zeit
 
Und um von dieser innovativen Unternehmenskultur nicht nur in den Medien zu lesen, sondern ganz nah am Puls der Zeit zu sein, hat die Unternehmerin seit kurzem einen Zweitwohnsitz in Berlin bezogen. Das schafft Ihr den Freiraum in die Startup-Szene tatsächlich einzutauchen, die Inspiration mit ins Unternehmen zu bringen und auch mal fernab des Alltags Energie zu tanken. Ganz nebenbei baut sie in Berlin auch noch ein Vertriebsbüro auf.

„Ich verspreche mir daraus ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. So wie es eben Abenteuer so an sich haben.“ Inga schmunzelt
„Ich habe mir das erst nicht zugetraut – vom beschaulichen Remscheid ins große Berlin. Fürs erste hatte ich mir für 1 Woche eine Airbnb-Wohnung gemietet, um mich langsam voranzutasten. Mittlerweile habe ich das Gefühl nach Hause zu kommen, wenn ich nach Berlin fahre. Ich habe es geschafft meine Ängste zu überwinden – das war mit der größte Entwicklungsschritt in mir. Ich möchte mich hier in Berlin mit innovativen Menschen umgeben, über den Tellerrand schauen und Neues lernen. Außerdem werde ich die Herausforderung wagen unser Unternehmen aus 530 km Entfernen zu führen und nur 2 Tage die Woche anwesend zu sein. Da wird es sich zeigen, ob ich mittlerweile tatsächlich AM statt IM Unternehmen arbeite.“
 
„Man hat immer die Wahl jeden einzelnen Bereich seines Lebens
so fortzuführen wie bisher oder aber den Mut aufzubringen
und Veränderungen einzuleiten.“
 
Inga kann heute voller Dankbarkeit auf ihre persönliche Krise zurückblicken, denn sie weiß, ohne diesen Tiefpunkt im Dezember 2013, stünde sie heute wo ganz anders. „Vor allen Dingen Mut, Entschlossenheit und ein tiefer Glaube haben mich in die Lage versetzt mein Schicksal in die Hand zu nehmen. Krisen begegnen jedem im Leben. Die Frage ist, wie gehe ich damit um und welche Perspektive nehme ich ein. Meine wichtigste Erfahrung ist die, die schon Winston Churchill in seiner letzten öffentlichen Rede als Resümee über sein Leben sagte: Gib niemals auf nie. Nie! Nie! Nie!“
 

Kommentare

... und eine Freude zu lesen!
Sehr inspirierend. Ich wünsche Inga viel Glück und Freude auf ihrer Reise. Danke für das gelebte Vorbild!

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