EUR 12,90
ISBN: 3426780402
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Cristián Gálvez: Du bist, was du zeigst!: Erfolg durch Selbstinszenierung (Knaur Taschenbücher)
"Scheiß auf Deine Nettigkeit" hat Cristián Gálvez von seinem Schauspiellehrer in Los Angeles mitbekommen. Und das ist ein ganz wesentlicher Punkt, worin sich das Buch von mittelmäßigen Selbstinszenierungsbüchern abhebt. Viel zu oft bremsen wir uns durch das, was political correct erscheint. Oder durch die Idee, es jedem recht machen zu wollen. Aber ganz im Gegenteil: Die eigene Figur gewinnt dadurch, dass man aneckt. Ganz besonders gilt dies für Unternehmer, die letztlich das Profil Ihres Unternehmens auch in ihrer Selbstdarstellung zum Ausdruck bringen (oder umgekehrt).
Cristián Gálvez ragt auch sonst aus der Masse der Bücher zu Selbstinszenierung, Marke Ich und wie sie alle heißen, deutlich heraus. Dafür gibt es mindestens 3 entscheidende Gründe. Erstens hat er selbst eine fundierte Schauspielausbildung mit einem klaren Schwerpunkt auf Improvisationstheater nach Keith Johnstone (für die, die Johnstone nicht kennen: Das ist der "Erfinder" des Improvisationstheaters). Dabei geht es nicht vorrangig darum, eine Rolle zu spielen, sondern eine Rolle authentisch zu spielen. Sich die Rolle also auf den eigenen Leib maßzuschneidern.
Zweitens bezeiht er Konzepte des Storytelling mit ein (Stichwort: Joseph Campbell). Nach den Erkenntnissen von Joseph Campbell sind eigentlich nahezu alle neueren Hollywood-Filme aufgebaut. Und der Ansatz von Gálvez ist eben der, eine Figur für sich selbst zu entwickeln, die in einem Hollywood-Film mitspielen könnte.
Dazu bietet er drittens eine einfache, gut handhabbare Methodik an, wie man sein eigenes Auftreten verbessern und sein Bestes zeigen kann. "Du bist, was Du zeigst" klingt vielleicht gerade in Deutschland provozierend nach Oberflächlichkeit. Werden doch immer die inneren Werte betont und dem äußeren Schein entgegengesetzt. Cristián Gálvez geht es jedoch darum, Facetten dieses Innersten bewusst nach außen zu wenden und zum wirken zu bringen.
Insofern gilt nicht nur: "Du bist, was Du zeigst", sondern auch "Du wirst, was Du zeigst". Selbstinszenierung ist eben auch Selbstveränderung. Und zwar sehr effektive Selbstveränderung.
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