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Power. Die 48 Gesetze der Macht.

Greene Robert, Power. Die 48 Gesetze der Macht.
  • Kategorie(n): Team und Führung
  • Autor: Greene Robert
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 3423362480
  • Preis: EUR 89,55
  • Bewertung:
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StefanMerath | 21. Februar 2009

Jeder der führt, übt auch Macht aus. Mal direkter, mal weniger direkt. Meist hat dies angesichts unserer Geschichte einen negativen Anstrich. Dabei handelt es sich erst einmal nur um einen Glaubenssatz. Ähnlich wie beim Geld. Die einen glauben, 'Geld verdirbt den Charakter', die anderen 'Geld bringt den Charakter zum Ausdruck'. Die, die das erste glauben, sind immer arm, die anderen manchmal reich. Beides ist weder richtig noch falsch, aber beides führt in unterschiedliche Richtungen. Es ist deine Wahl!

Genauso ist es bei der Macht: Man kann sagen, dass Macht den Charakter verderbe und korrumpiere oder aber auch, dass Macht den Charakter zum Ausdruck bringe. Das ist die individuelle, persönliche Ebene. Daneben gibt es die soziale Ebene: Macht hat eine Funktion! Die Funktion, die vielfältigen Einzelinteressen zusammen zu führen und zu Ergebnissen zu kommen, die mehr sind als der Kompromiss, der sich an der "Vektorsumme der divergierenden Interessen" bildet.

Insofern sollte man sich als Unternehmer - auch wenn es in unserer Gesellschaft nur hinter vorgehaltener Hand geschieht - durchaus mit dem Thema Macht beschäftigen. Hier bietet das Buch von Robert Greene reichhaltiges Material. Und ich habe selten ein Buch gesehen, das so fundiert in der Weltgeschichte verwurzelt war und Beispiele aus allen historischen Zeiten und Ländern in ein Gesamtkonzept integriert.

Einschränken muss man, dass der Autor die Macht eher funktionsneutral betrachtet. Er fragt nie nach dem Nutzen der Macht für die Gesellschaft, sondern immer nur nach dem individuellen Vorteil dessen, der Macht hat. Macht wird Selbstzweck. Damit driftet das Buch teilweise stark in die macchiavellistische Richtung ab (obwohl Macchiavelli selbst gerade nicht, wie ihm oft unterstellt wird, die Macht als Selbstzweck gesehen hat).

Dennoch, in jedem Fall lesenswert!

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