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Neuroleadership. Erkenntnisse der Hirnforschung für die Führung von Mitarbeitern.

Elger Christian, Neuroleadership. Erkenntnisse der Hirnforschung für die Führung von Mitarbeitern.
  • Kategorie(n): Team und Führung
  • Autor: Elger Christian
  • Verlag: Haufe-Lexware
  • ISBN: 3448090689
  • Preis: 34,95 €
  • Bewertung:
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StefanMerath | 09. März 2009

Grundsätzlich bin ich der selben Meinung wie der Autor: Die Erkenntnisse der Neurowissenschaften werden einiges, was wir lieb gewonnen haben, durcheinander schütteln. Auch im Bereich der Führung. Nur, davon ist in dem Buch leider nichts zu finden. Der Autor fragt, ob Neuroleadership alter Wein in neuen Schläuchen wäre und antwortet selbst mit jein. Mein Eindruck nach dem Lesen des Buchs: klares Ja.

Das Buch ist in vier Teile aufgebaut. Neurowissenschaften allgemein. Gehirnfunktionen für Neuroleadership, Gehirnsysteme für die Führungspraxis und ein Praxiskapitel Neuroleadership in typischen Situationen des Führungsalltags. In den ersten drei Kapiteln findet sich im wesentlichen das, was man auch sonst in den diversen Neuro-Büchern (Neuro-Marketing etc.) findet: Ausgewählte Forschungsergebnisse. Hat man sich noch nicht damit beschäftigt, lohnt es in jedem Fall, diese zu lesen. Es steht viel Wahres und Wichtiges drin. Dafür gibt's dann auch noch die 10 Punkte. Kennt man sich jedoch etwas im Thema aus, kann man sie überspringen.

Zum vierten Praxisteil kann ich nur sagen, dass er dasselbe Führungsmodell abhandelt, das gerade in westlichen Großunternehmen sowieso Mode ist - nur eben in anderen Worten. Weil man im Kern nichts ändern muss, nehme ich auch an, dass Neuroleadership sicher eine schöne Mode wird - vorausgesetzt die Großunternehmen finden aktuell gerade Zeit für Mode und sind nicht ausschließlich damit beschäftigt, sich finanziell retten zu lassen.

Ich persönlich glaube nicht, dass dieser Teil irgendeine Allgemeingültigkeit besitzt - es scheint mir einfach eine Festschreibung des Status Quo (untermauert mit Forschungsergebnissen aus der Gegenwart). Beschäftigt man sich nur ein klein wenig mit Führungsgeschichte und verschiedenen Führungskulturen, so wird klar, dass erfolgreiche Führung keineswegs immer mit "Fördern und Motivieren" oder "Beurteilen und Belohnen" zu tun hat, sondern dass in verschiedenen historischen Epochen ganz unterschiedliche Methoden erfolgreich waren (auch wenn diese aus heutiger Sicht nicht immer alle political correct waren).

Der Punkt ist jedoch: Die Neurowissenschaften haben den Anspruch, etwas über den Menschen allgemein auszusagen. Dann müssen sie auch diese anderen Konzepte und Erfolge erklären können. Wird nur das in anderen Worten reproduziert, was aktuell vorherrschende Meinung ist, dann habe ich keinerlei Erkenntnisgewinn und kann und werde auch nichts ändern.


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