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Stefans persönlicher Bücherschrank

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Gelesen und rezensiert von
Stefan Merath
| 24.10.2012 |
Ausgekuschelt: Unbequeme Wahrheiten für den Chef - Mitarbeiterführung auf dem Prüfstand

Ausgekuschelt. Unbequeme Wahrheiten für den Chef – Mitarbeiterführung auf dem Prüfstand.

Kategorie(n)
Team und Führung
Autor
Jäger Roland
Preis

29,99 €

ISBN
3280053447

Ausgekuschelt. So plakativ wie der Titel ist auch der Inhalt. Auch wenn Roland Jäger an der einen oder anderen Stelle übers Ziel hinaus schießt und auch wenn die Dichte des Werts „Ausgekuschelt“ im Text ziemlich nervend wirkt, und auch wenn ich Führung an der einen oder anderen Stelle anders sehen würde, trifft Jäger einige Punkte ziemlich gut.

Vor allem, dass Führungskräfte, die aus ihrem eigenen inneren Harmoniebedürfnis heraus Konflikte mit Mitarbeitern vermeiden, letzten Endes Konflikte auf einer höheren Ebene geradezu produzieren und in der Regel nur unterdurchschnittliche Abteilungen/Unternehmen leiten. Meist beginnt es im Kleinen: ein Mitarbeiter erledigt seine Aufgabe nicht rechtzeitig oder delegiert diese einfach woanders hin. Geht dies durch, dann entwickelt sich ein System daraus. Nach einiger Zeit werden neue Mitarbeiter als allererstes mit diesen Enten-Gewohnheiten bekannt gemacht. Und fällt dann mal die tägliche Entenfütterung durch den Enten-Chef aus, dann beginnen die Enten nicht nur ein lautes Geschnatter, sondern gleich einen Guerilla-Krieg. Nur, in Wirklichkeit liegt das Problem, meint Jäger, nicht bei den Enten, sondern bei den Enten-Chefs, die lieber kuscheln als ihren Aufgaben nachkommen.

Dies zeigt Jäger an vielen Beispielen (die zwar illustrieren, aber angesichts der Flachheit kaum zur Identifikation einladen). Ein Mitarbeiter sollte zum Beispiel ein Angebot für einen Kunden machen. Da viel anderes zu tun war und dieser Mitarbeiter diesen Kunden auch nicht so richtig mochte, ließ er es schleifen. Der Kunde beschwerte sich einmal beim Mitarbeiter, einmal beim Abteilungsleiter und schließlich beim Vorstand. Der Vorstand wies den Abteilungsleiter an, einen anderen Mitarbeiter auf den Kunden anzusetzen. Ist das richtig? Es wäre sicher am einfachsten: Der Vorstand ist zufrieden, der Kunde ist zufrieden und der Mitarbeiter muss sich nicht mit einem Kunden auseinandersetzen, der ihn nun auch nicht mehr mag. Aber es ist nicht richtig! Eine Führungskraft hat nicht vor dem Mitarbeiter zu stehen, sondern hinter ihm. Der Mitarbeiter muss immer die Verantwortung für seine (Un-)Tätigkeit tragen. Erlaubt der Abteilungsleiter seinem Mitarbeiter, sich aus der Verantwortung zu stehlen, darf er sich nicht wundern, wenn der Mitarbeiter dies dann regelmäßig tut.

Insgesamt also eine Vielzahl an wirklich wichtigen Botschaften – die an manchen Punkten etwas übermäßig vereinfacht sind.

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