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Stefans persönlicher Bücherschrank

GELESEN, DURCHDACHT UND REZENSIERT:

Meine Buchtipps

Gelesen und rezensiert von
Stefan Merath
| 10.09.2010 |
Der Bohlenweg: Planieren statt Sanieren

Der Bohlen-Weg. Planieren statt sanieren.

Kategorie(n)
Sonstiges
Autor
Bohlen Dieter
Preis

--

ISBN
3453155351

Warum bespreche ich auf einer Website über Unternehmer eigentlich ein Buch über Dieter Bohlen? Noch dazu, wenn ich ehrlich sagen muss, dass er mir vor dem Lesen seines Buches, um es freundlich auszudrücken, nicht gerade sympathisch war.

Nun, Dieter Bohlen ist mit dem, was er macht, äußerst erfolgreicher selbständiger Experte. Und wenn man etwas über Erfolg lernen will, dann sollte man seine (fehlende) Sympathie erst mal beiseite lassen. Im Laufe des Buchs wurde mir Dieter Bohlen jedoch immer sympathischer. Viele Grundeinstellungen kann man schlicht unterschreiben. Die Direktheit und Offenheit vermisst man bei vielen anderen Labertaschen. Vor dem Erfolg steht Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Um zu lernen, um besser zu werden und um an die Spitze zu kommen und dort zu bestehen. Auch wenn man das als unbedarfter Beobachter im Nachhinein nicht sieht.

„Viele Menschen sind an zu viel Lob gescheitert, aber nicht an zu viel Kritik“ – auch das kann ich mittlerweile bedingungslos unterschreiben (auch wenn die meisten Führungslee(!)ren etwas anderes behaupten). Lob ist für allem für Menschen, die Durchschnitt bleiben wollen, angenehm. Eine russische Top-Ballett-Lehrerin wählte ihre Schülerinnen sogar nach nur einem Kriterium aus: Wie sie auf Kritik reagierten!

Auch die Eigenwilligkeit kann man nur unterschreiben: „Wenn die Neinsager an etwas glauben, kann es keine Riesenidee sein.“ und genauso die Bereitschaft zum Risiko: „Weil es oft kein eindeutiges Ja oder Nein gibt. Man muss etwas riskieren.“ und „Der Sprung ins kalte Wasser ist der Preis, den ihr für euren Erfolg zahlen müsst.“ Stimmt, wer am Rand steht und jammert, dass das Wasser kalt ist, darf sich nicht wundern, wenn er am Rand steht.

Viele Sympathiepunkte erwarb er auch mit seiner realistischen Einschätzung von Politikern: „Wenn die Politiker versuchen, Managementaufgaben zu übernehmen, geht das immer in die Hose.“

Aber was das Buch für mich wirklich spannend machte: Deutlicher kann man die Unterschiede zwischen den Glaubenssätzen eines Unternehmers und eines Selbständigen kaum erkennen. Permanent wiederholt er Aussagen wie die Folgenden: „Es gibt zwei Standpunkte: Meinen und den Falschen.“ oder wenn man etwas deligiert, hat man schon verloren. Alle anderen sind eben unmotivierte Idioten. Und er ist sowieso in allem besser. Und wenn er Fehler macht, dann nur zum lernen; wohingegen die anderen aus Dummheit Fehler machen.

Die Welt kann einem manchmal so erscheinen. Sie kann aber auch anders wirken. Wie sie wirkt, hängt nicht von der Welt, sondern von uns ab. Der Punkt ist: Mit den Glaubenssätzen wie oben kann man niemals eine tolle Firma, die unabhängig von einem selbst funktioniert aufbauen. Und solange es nur eine einzige Firma auf der Welt gibt, die hervorragend funktioniert, ohne dass der Chef dauernd alle maßregelt, kann das mit der Delegation anscheinend doch funktionieren. Und wenn es das tut, dann kann man es auch lernen, wie man delegiert – weil, laut Dieter Bohlen (und da bin ich wieder bei ihm), kann man alles(!) lernen. Nur das Motiv muss stark genug sein.

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