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Stefans persönlicher Bücherschrank

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Meine Buchtipps

Gelesen und rezensiert von
Stefan Merath
| 09.06.2006 |
Der Minuten Manager und der Klammer-Affe: Wie man lernt, sich nicht zuviel aufzuhalsen

Der Minuten-Manager und der Klammer-Affe

Kategorie(n)
Management, Team und Führung
Autor
Blanchard Ken, Burrows Hal, Oncken William
Preis

10,00 €

ISBN
3498005383

Wie auch andere Bücher aus der Minuten-Manager-Reihe, wird auch dieses Buch in einer Geschichte oder besser einem Geschichtenfragment erzählt. Manchem mag das naiv erscheinen. De facto führt es aber dazu, dass man die Inhalte besser aufnehmen kann als bei reinen Sachbüchern: Das Gehirn denkt eben mehr in Bildern.

In gewisser Weise geht es bei dem Buch um Zeitmanagement. Beim allgemein verbreiteten Zeitmanagement der vierten Generation geht es um individuelles Zeitmanagement; es geht darum, zuerst Kompass und dann Uhr zu verwenden. Die Ursache für die mangelnde Zeit ist oft gar nicht im Blick. In dieser Hinsicht ist das Buch von Ken Blanchard anders.

Er betrachtet von vornherein Organisationen und schildert, wer uns welche Arbeit aufhalst. Er nennt dies die „Affen der anderen“. Deutlich wird, dass Führungskräfte oftmals die Arbeit ihrer Mitarbeiter machen und je mehr sie dies tun, desto mehr bekommen sie von diesen aufgehalst. Zeitmanagement wird hier als soziales Phänomen betrachtet.

Insofern klar die Ursache für die Überlastung benannt wird, ergeben sich auch die Wege der Beseitigung – das Zeitmanagement der vierten Generation hat hier (vor der Annahme, dass wir selbst über unsere Zeit verfügen) einen klaren blinden Fleck. Deshalb ist das Buch von Ken Blanchard ein wichtiges Buch. Zeitmanagement ist in diesem Sinne weniger die konsequente Arbeit mit einem Zeitplanbuch, sondern viel mehr eine andere Sicht auf die Arbeit und Zusammenarbeit in Organisationen. (Wobei ich beides eher ergänzend denn als Gegensätze verstehen würde).

Natürlich hat auch dieser Ansatz blinde Flecken. So wird die Zeit eingeteilt in Chef-Zeit, System-Zeit und selbstbestimmte Zeit (die sich wieder in eigene freie Zeit und Zeit für seine eigenen Mitarbeiter unterteilt). Merkwürdig nur, dass nirgends Zeit für den Kunden auftaucht. Wie hieß vor Jahren ein Buchtitel? „Das einzige, was stört, ist der Kunde“

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