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Stefans persönlicher Bücherschrank

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Gelesen und rezensiert von
Stefan Merath
| 16.07.2009 |
Glück kommt selten allein ...

Glück kommt selten allein.

Kategorie(n)
Sonstiges
Autor
Hirschhausen Eckart von
Preis

10,00 €

ISBN
3498029975

Eckart von Hirschhausen schreibt über das Glück. Und zwar auf eine Art, dass man lachen muss und lernen kann. Das ist gegenüber vielen anderen Komikern schon mal ein Fortschritt (dort muss man weinen). Und gegenüber vielen anderen Glücks-Büchern auch (dort hat man nix zu lachen).

Das Schöne daran: Hirschhausen lässt kein Fettnäpfchen aus. Die Tatsache, dass Verdrängung durchaus ein hilfreicher Mechanismus ist und Traumatisierte oft ohne Therapie besser gesunden als mit selbiger ist eines dieser Näpfchen. Oder dass es darum geht, durch viele kleine „Glücksbahnen“ im Gehirn zu schaffen und dass Jammern (innerhalb und außerhalb diverser Therapien) eher kontraproduktiv ist. Wer will schon das unglücklich sein üben? (offensichtlich viele…)

Im Buch sind auch viele kleine, interessante Anekdoten versteckt: Warum man Wert schafft, wenn man Geld weg wirft zum Beispiel. Oder was Wahrsager und Politiker gemeinsam haben. Oder warum es gut ist, wenn man seine Glücksmomente aufschreibt. Insgesamt glaube ich, dass in dem Buch mehr nützliche Lebensweisheiten sind als in vielen anderen vergleichbaren Büchern.

Nur, wenn man 2 bis 3 mal pro Seite lachen muss, dann hat man am Ende des Buches vielleicht 1000 mal gelacht. Das ist schon mal nichts Falsches. Aber wer kann sich schon 1.000 Sachen aus einem Buch merken? Das ist am Schluss völlig ununterscheidbar und beliebig. Zu viel Feuerwerk produziert auch wieder Langeweile.

Wenn der Pfarrer mitten zwischen seinem sonntäglichen Lamento über die Ungerechtigkeit der Welt folgenden Witz erzählt: „Ein Mann ist gestorben und kommt zu Petrus: Dieser fragt ihn, ob er in den Himmel oder in die Hölle wolle. Der Mann entgegnet, dass er sich beides gern mal ansehen würde. Zuerst besucht er den Himmel. Alle spielen Harfe oder arbeiten im Weinberg. Dann kommt er in die Hölle. Dort wird gerade ein rauschendes Fest gefeiert. Natürlich entscheidet er sich für die Hölle. Kaum ist er dort, wird er angekettet und muss den ganzen Tag Kohlen schaufeln. Wütend beschwert er sich in einem Brief an Petrus, dass das kein Fest wäre. Doch der antwortet nur: Das, was Du gesehen hast, war nur die Firmenpräsentation.“

Wenn das also der Pfarrer mitten in seinem Lamento erzählt, vergesse ich das sicher nicht mehr. Aber wenn derselbe Witz unter 999 anderen versteckt ist, dann wirds halt beliebig…

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