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Stefans persönlicher Bücherschrank

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Meine Buchtipps

Gelesen und rezensiert von
Stefan Merath
| 03.08.2008 |
Ich. Erfolg kommt von innen.

Ich. Erfolg kommt von Innen.

Kategorie(n)
Persönlichkeit
Autor
Kahn Oliver
Preis

--

ISBN
3936994994

Oliver Kahn kann man lieben oder hassen. Genauso ist’s mit diesem Buch.

Da gibt es die eine Seite, die man als selbstgestrickte Küchenphilosophie und als selbstgefällig (Das „Kahn-Gesetz“ ist z.B. dass du immer dann fundamentale Fehler machst, wenn du dir sagst, dass du keine machen darfst) bezeichnen könnte.

Auf der anderen Seite beschreibt Oliver Kahn Lehren aus Erfahrungen, die du überhaupt erst machen kannst, wenn du so weit oben warst. Zu vielen Punkten schweigen die meisten Erfolgsbücher. Z.B. Wie gehst du mit eigener Demotivation um, wenn Ziele und alles stimmen? Oder: welche Bedeutung hat Körpersprache auch in Nicht-Sportlichen Bereichen? Oder: Wie hälst du ein gesundes Verhältnis von intrinsischer und extrinsischer Motivation, wenn du vom äußeren Erfolg überrollt wirst? Oder: Wie gehst du damit um, wenn dein Ego abzuheben droht?

Daneben auch hier wieder die so extrem wichtige Erkenntnis: „Es ist wichtig, dass es nicht die Besten braucht, um zu gewinnen, sondern die Hartnäckigsten“. Talent ist, so Kahn, oft eher ein Fluch. Weil man nicht früh genug lernt, hartnäckig zu sein. Gerade in seiner Jugend hatte er kein herausragendes Talent. Viele Torhüter waren zu Beginn besser. Und gerade deshalb hat er umso mehr geübt. Und war dann am Ende besser.

Besonders zwei wichtige Punkte für’s Business halte ich für bemerkenswert. Erstens: Im Sport sind Ruhe- und Erholungsphasen fester Bestandteil des Trainings. Das muss zwingend in den Bereich der Wirtschaft übernommen werden, wenn man sich dort langfristige Ziele setzt und nicht nur Strohfeuer entfachen will (natürlich meine ich damit die Leistungsträger und nicht die, die ihre 35-Stunden-Woche noch dadurch verkürzen, dass sie immer 3 Minuten früher in die Pause gehen). Zweitens: Kontrollierte Ausraster können gewaltige Auswirkungen haben und unglaubliche Energien freisetzen – gerade in heutigen Zeiten, in denen gute Führung nur noch dann als gut bezeichnet wird, wenn sie durch das political correcte Kuschelraster durch kommt. (Ich rede damit nicht jähzornigen Idioten das Wort!)

Oliver Kahn kann man lieben oder hassen. Aber Menschen, die den Erfolg wollen und für die der einzig mögliche Ausgang „Sieg“ sein kann, sollten sich in jedem Fall damit beschäftigen, wie ein erfolgreicher Sieger den Weg mental modelliert. Was man dann für sich übernimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

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