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Unternehmercoach-Blog

Der innere Status - Teil 6: Kompetenz

Wenn wir im Fall des eigenen Status von Kompetenz sprechen, stellt sich erst einmal die Frage, in welchem Bereich denn diese Kompetenz liegt.  Die meisten Unternehmer sind ja eher Selbstständige und als jene haben sie diese Kompetenz zum Beispiel im Bereich Programmieren, Finanzen oder ähnlichem. Das verleiht ihnen in diesem Bereich, also zum Beispiel dem Programmierexperten bei allen Software-relevanten Fragen, einen sehr hohen Status – aber in allem anderen eben nicht. Das heißt in allen anderen Führungssituationen gelten sie als Laien, weil ihnen dort eben keine Kompetenz zugeschrieben wird.

Erst wenn ich als Unternehmer lerne auch eine strategische Kompetenz und eine Führungskompetenz aufzubauen, schreiben mir die Mitarbeiter irgendwann einmal diese dann auch zu. Dann sagen sie sich “Hey, das ist echt ein guter Stratege, eine gute Führungskraft, mit dem klappt das richtig super“. Kompetenz in nur einem Bereich ist also zu wenig, als Unternehmer muss ich mir diese auch in den übergeordneten Feldern aneignen. Das Problem dabei, genau in dem Kompetenzfeld wo man schon kompetent ist, fühlt man sich natürlich am wohlsten. Als Programmierer programmiere ich nun mal am liebsten und wenn Probleme auftreten ziehe ich mich oft in diesen Wohlfühlbereich zurück. Aber mit Programmieren kann man viele Probleme eben nicht lösen, also muss ich anders rangehen und raus aus der Komfortzone. Ich muss ganz gezielt und bewusst immer wieder in die Zone der Inkompetenz reingehen, weil nur so lerne ich und nur so kann ich als Führungsperson Kompetenz aufbauen. Das fühlt sich natürlich scheiße an, aber da muss ich durch.

Ich habe da ein gutes Beispiel dafür wie schwierig das ist. Ich kannte einen richtig guten Ingenieur, der hatte 20 Mitarbeiter, mein Buch gelesen und entschieden sich endlich seiner Fachkraftaufgaben zu entledigen. Das hat er auch vier Monate durchgehalten, aber dann begann er sich unglaublich nutzlos vorzukommen. Eines Tages blickte er dann aus seinem Fenster, eine innere Leere überkam ihn, er sprang auf, stürzte aus der Tür und nahm dem ersten Mitarbeiter den er traf die “geliebte“ Fachkraftarbeit wieder weg. Genau diesem Instinkt die Stirn zu bieten und sich klarzumachen, dass man in diesen Situationen standhaft bleiben und sich auf die viel wichtigeren Unternehmeraufgaben konzentrieren muss, ist eben die Schwierigkeit an der Sache. Statt die Energie mit Fachkraftaufgaben zu verschwenden muss ich mich fragen welche unternehmerische Aufgabe ich als nächstes angehen will, ob zum Beispiel Strategie oder Führung. Und genau da muss ich dann gezielt mich meiner Inkompetenz stellen und lernen. Ich habe ja auch gar keine andere Wahl, weil ich vorher ja zum Beispiel auch nie richtig gelernt habe zu führen. Aber dafür muss ich rausgehen und anfangen Leute zu führen. Da werde ich sicher dabei auf die Schnauze fliegen, aber das ist Teil des Lernprozesses, da habe ich leider keine Wahl.  

 

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